BleibtInMir

...denn außer mir könnt ihr nichts tun

Zeitschrift für die christliche Familie

Dies ist ein Test

Dem künftigen Geschlecht erzählen

© rh2010, fotolia.com
© cicisbeo, fotolia.com

Psalm 48 bezieht sich prophetisch auf eine noch zukünftige Zeit zu Beginn des Tausendjährigen Reiches, wenn der Herr Jesus in Herrlichkeit erscheinen wird, um Jerusalem vor den Angriffen seiner Feinde zu bewahren und zu „befestigen bis in Ewigkeit" (V. 9). Die ganze Erde wird sich zu jener Zeit über die Schönheit Zions freuen (V. 3).
Der Psalmist fordert die Juden auf, Jerusalem zu umgehen und dabei seine Schönheit genau anzuschauen: Seine Türme zu zählen, seine Wälle genau zu betrachten und seine Paläste zu mustern (s. V. 13.14). Sie sollen ein detailliertes Bild von der „Stadt des großen Königs“ gewinnen, um es dem künftigen Geschlecht erzählen zu können (s. V. 14; Ps 71,18; Ps 78,4). Gott möchte, dass auch die nachfolgenden Generationen von der Schönheit Jerusalems erfahren.

Das Wohnen Gottes auf der Erde

Im Tausendjährigen Reich wird Gott wieder in Jerusalem in der Mitte seines irdischen Volkes wohnen (s. Hes 43,7; Sach 8,3). Wenn unse­re Beziehung zu Gott als solche, die zu seiner Versammlung gehören, auch viel inniger und herrlicher ist, so ist das Wohnen Gottes inmitten seines irdischen Volkes nichtsdesto­trotz ein Ausdruck seiner großen Liebe und Gnade diesem Volk ge­genüber.
Da, wo Gott wohnt, offenbart Er sich. Seine Herrlichkeiten werden sicht­bar. Dies wird ganz besonders in den Anordnungen bezüglich des Tempels und der Stiftshütte deut­lich, wo in allem der Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes Rechnung ge­tragen werden musste.
Von dieser Herrlichkeit Gottes sol­len die Juden, die in Psalm 48 an­gesprochen werden, einen tiefen Eindruck bekommen. Zunächst für sich selbst, doch dann auch, um davon weiterzugeben.

Ein Auftrag auch für uns

Das, was damals den Juden galt, gilt auch uns heute: Es ist der Wunsch des Herrn und die Absicht des Hei­ligen Geistes, dass wir das weiter­geben, was wir gesehen haben. Nicht nur in Bezug auf das Wohnen Gottes auf der Erde (in der Ver­sammlung), sondern in Bezug auf alle Wahrheiten des Wortes Gottes. Wir sollen uns die Wahrheiten des Wortes Gottes genau ansehen, um sie unseren Mitmenschen (und Kindern) erzählen zu können.
Durch die regelmäßige Beschäfti­gung mit Gottes Wort gewinnen wir ein „Bild gesunder Worte“ (2. Tim 1,13), das wir unseren Kindern (und Enkelkindern) „zeigen“ können. Aber das ist noch nicht alles. Der Heilige Geist möchte, dass wir in den Schrif­ten vor allem die Person des Herrn Jesus selbst suchen, denn davon zeugt er (s. Joh 5,39).
Wir werden aufgefordert, (immer wieder) seine Herrlichkeit anzu­schauen, um nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit ver­wandelt zu werden, als durch den Herrn, den Geist (s. 2. Kor 3,18). Dann werden seine Wesenszüge in unserem Leben immer deutlicher sichtbar werden, so dass wir seine Vortrefflichkeiten und Schönheiten nicht nur durch unsere Worte, son­dern durch unser ganzes Leben ver­künden (s. Apg 4,13).

Eine notwendige Voraussetzung

Wie wir gesehen haben, ist dazu unbedingt erforderlich, dass wir zuerst mit der Person des Herrn Jesus selbst beschäftigt sind: Wir sollen Ihn (in den Schriften) an­schauen und genau „mustern“. Je mehr wir das tun, desto mehr wer­den wir von seiner Herrlichkeit und Größe erfüllt werden.
Dies wiederum hat zur Folge, dass sich unser Mund „wie von selbst“ öffnet, „denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ (Mt 12,34). Normalerweise reden wir am liebsten über das, womit wir gerade (im Herzen) beschäftigt sind. Wenn unser Herz von Christus erfüllt ist, dann werden wir auch über Christus reden.
So wie Mose auf dem Berg ein ge­naues Muster der Wohnung Gottes in der Wüste gesehen hatte, das Er seinem Volk mitteilte, so sollen auch wir ein klares Bild der ver­schiedenen Herrlichkeiten von Chris­tus und seiner Versammlung vor Augen haben, das wir anderen mitteilen dürfen (s. 2. Mo 25,9.40; 26,30).

Der Ausgangspunkt

Ein weiterer Grundsatz lässt sich hier erkennen: Wer von den Juden viel von Jerusalem sehen würde, würde auch viel an andere weiter­erzählen können. Wer dagegen nur wenig zu Gesicht bekommen wür­de, würde auch nur wenig weiter­zugeben haben.
Auch für uns gilt: Wir werden nur die christlichen Wahrheiten genie­ßen und an andere weitergeben können, die wir auch kennen. Und wir werden anderen nur so viel von Christus und seinen Herrlichkeiten erzählen können, wie wir selbst an Ihm gesehen haben. Wir können anderen Christus nur so groß und wertvoll machen, wie Er uns selbst ist. Das ist ein Ansporn für uns, uns so viel wie möglich mit Gottes Wort zu beschäftigen.

Aus dem Herzen reden

Aber vielleicht meinen wir im Ver­gleich zu anderen nur wenig be­richten zu können. Sollen wir dann entmutigt schweigen?
Nein, Gott möchte, dass wir das, was Er uns aus seinem Wort zeigen konnte, an andere weitergeben. Egal, ob es in unseren Augen viel oder wenig sein mag: Das, was wir gese­hen haben und was uns groß und wichtig geworden ist, sollen wir dem zukünftigen Geschlecht, un­seren Kindern und Kindeskindern, erzäh­len (s. 1. Mo 45,13).
Abraham war jemand, der das, was er von Gott gesehen, gehört und gelernt hatte, seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebot, um sie dadurch anzuleiten, den Weg des Herrn zu bewahren und Ge­rechtigkeit und Recht auszuüben (s. 1. Mo 18,19).

Ein immer wiederkehrender Auftrag

Gott wies die Israeliten immer wie­der an, ihren Kindern und Enkel­kindern von Ihm und seinem Han­deln zu erzählen. Er gebot ihnen, ihren Kindern die erfahrene Be­wahrung vor dem Gericht Gottes und die Rettung aus der Knecht­schaft Pharaos einzuschärfen, indem sie immer wieder davon sprechen sollten, was Er für sie getan hatte (s. 2. Mo 12,26.27; 5. Mo 6,20-25; 11,18-21). Denn ihre Augen hatten ja das ganze große Werk gesehen, das Er für sie getan hatte (s. 5. Mo 11,7). Auch der Apostel Paulus emp­fand wie kein anderer die Verant­wortung, das ihm von Gott anver­traute Gut an andere weiterzuge­ben. In seinem letzten Brief fordert er Timotheus auf, das, was er von ihm in Gegenwart vieler Zeugen gehört hatte, treuen Leuten anzu­vertrauen, die ihrerseits tüchtig sein würden, auch andere zu leh­ren (s. 2. Tim 2,2).

Und wir?

Fragen wir uns einmal, wie es in dieser Hinsicht bei uns aussieht:

  • Tragen wir Sorge dafür, an die nachfolgende Generation das wei­terzugeben, was der Herr uns in seiner Gnade anvertrauen konn­te?
  • Sind die Person des Herrn Jesus und sein Erlösungswerk wich­tige Themen in unseren Familien?
  • Ist es uns ein Herzensanliegen, unseren Kindern und Enkelkin­dern die Glaubenswahrheiten sei­nes Wortes groß zu machen?
  • Geben wir die Erfahrungen, die wir mit dem Herrn machen durf­ten, an die jüngere Generation weiter?
  • Erklären wir unseren Kindern, wie wir uns zum Namen des Herrn Jesus versammeln? Und warum so und nicht anders?
  • Sehen unsere Kinder an uns, dass wir die Zusammenkünfte wert­schätzen und sie nicht leichtfer­tig versäumen (s. Heb 10,25)?

Gelingen wird uns dies in dem Maß, wie unsere eigenen Herzen von Christus und seinem Wort erfüllt sind (s. Mt 12,34). Je mehr uns der Herr Jesus persönlich bedeutet, desto größer wird auch der Wunsch in uns werden, anderen weiterzu­erzählen, woran wir uns selbst er­freuen dürfen.
Darüber hinaus darf uns das Be­wusstsein, dass wir Verwalter des­sen sind, was der Herr uns aus seinem Wort zeigen konnte, zu­sätzlich Mut machen, anderen vor­zustellen, was uns selbst wertvoll geworden ist (s. 1. Kor 4,2).
Lassen wir uns durch die Worte des Psalmisten erneut anspornen, der nachfolgenden Generation wei­terzuerzählen, was wir selbst im Wort Gottes sehen und lernen durf­ten: „Umgeht Zion und umkreist es, zählt seine Türme, betrachtet genau seine Wälle, mustert seine Paläste, damit ihr es dem künfti­gen Geschlecht erzählen könnt!“ (Ps 48,13.14).

Daniel Melui

"Umgeht Zion und umkreist es, zählt seine Türme, betrachtet genau seine Wälle, mustert seine Paläste, damit ihr es dem künftigen Geschlecht erzählen könnt! Denn dieser Gott ist unser Gott immer und ewig! Er wird uns leiten …"
(Psalm 48,13-15)

Aktuelle Artikel

Buchempfehlung: Ihr werdet mich sehen

„Ihr werdet mich sehen“, sagte der Herr Jesus seinen Jüngern bevor Er zurück in den Himmel ging. Dabei dachte Er nicht an die Entrückung der Gläubigen. Kinder Gottes können bereits heute im Glauben einen Blick in den Himmel tun. Dieser Blick auf den verherrlichten Christus ist nicht nur etwas für Gläubige, die ihr Leben überwiegend im Studierzimmer verbringen – er ist für uns alle wichtig. Dieser Blick gibt uns Kraft für den Alltag, in Krisen und Herausforderungen. In Verbindung mit dem verherrlichten Herrn gibt es viel zu entdecken: Alle unsere Segnungen besitzen wir in Ihm! Dieses Andachtsbuch möchte dazu motivieren, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben, die tiefe Freude garantiert.

Und um dieses bete ich (Philipper 1,9-11)

Das regelmäßige und tägliche Gebet im Leben eines Christen wird in der Heiligen Schrift an mancher Stelle als unerlässlich hervorgehoben. So werden wir oftmals aufgefordert, im Gebet fortzufahren und darin nicht nachzulassen: „Im Gebet haltet an“ (Röm 12,12) oder „Betet unablässig“ (1. Thes 5,17). Schon der Herr Jesus legte einen besonderen Wert darauf, seine Jünger durch ein spezielles Gleichnis darauf hinzuweisen, dass „sie allezeit beten und nicht ermatten sollten“ (Lk 18,1). Das beständige Gebet ist für das geistliche Leben ebenso unerlässlich wie im natürlichen Leben die Luft zum Atmen – es ist der Ausdruck einer lebendigen Beziehung zu Gott, die Kraftquelle unseres Glaubenslebens.

Gott ist für uns (Teil 3)

Es gibt Leiden der Jetztzeit. Sie lassen uns seufzen und können uns sogar an den Rand der Verzweiflung führen. Doch unser treuer Gott zeigt uns dazu in der zweiten Hälfte von Römer 8 großartige Hilfsmittel. In den ersten beiden Artikeln standen bereits die Hoffnung und der Heilige Geist vor uns. In Römer 8,28-30 stellt Gott uns seinen ewigen Vorsatz vor. Dieser Ratschluss lässt uns schon hier und jetzt in die Herrlichkeit und aus leidvoller Situation in das Herz Gottes blicken.

Othniel – vom Nachahmer zum Vorbild

Gottes Wort gibt uns manche Vorbilder für unser Glaubensleben. Sie sind für uns „Anschauungsmaterial“, das wir betrachten dürfen. Aber dabei sollen wir nicht stehen bleiben. Vorbilder sind eben mehr als Bilder, die man einfach anschaut, um sich an ihnen zu erfreuen. Sie dienen dazu, etwas in unserem Leben zu bewirken. Unser vollkommenes Vorbild ist natürlich der Herr Jesus, dessen Gesinnung und Wandel wir anschauen und in der Kraft des Geistes Gottes in unserem Leben umsetzen möchten.

Gott ist treu

Die Aussage „Gott ist treu“ lesen wir zum Beispiel in 1. Korinther 1,9: „Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“. Die Tatsache, dass Gott treu ist, finden wir natürlich immer wieder in der Bibel. Zum ersten Mal spricht Jakob davon, wenn er sagt: „Ich bin zu gering all der Gütigkeiten und all der Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast“ (1. Mo 32,11). Die letzte Aussage bezüglich der Treue Gottes lesen wir bei Johannes: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1. Joh 1,9).

Klassenfahrt – wie helfen wir unserem Kind?

In seinem Gebet kurz vor dem Werk von Golgatha betete der Herr Jesus für seine Jünger und für uns – angesichts der Tatsache, dass sie und wir „in der Welt“ sind (s.  Joh 17,11), war es Ihm ein Anliegen, uns Gottes Bewahrung anzubefehlen. Gerade beim Thema Schule wird es sehr deutlich, dass auch unsere Kinder wirklich „in der Welt“ und damit vielen Gefahren und einer systematischen, antichristlichen Beeinflussung und Manipulation ausgesetzt sind.
1 2 3 45
© 2021 Ernst-Paulus-Verlag
Ernst Paulus Verlag Logo
angle-downlong-arrow-leftlong-arrow-right