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Zeitschrift für die christliche Familie

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Kinder – Jünglinge – Väter

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Das zentrale Thema in den Schriften des Apostels Johannes ist die Familie Gottes. Dabei beschreibt Johannes im zweiten Kapitel seines ersten Briefes drei ganz natürliche Wachstumsstufen derer, die zur Familie Gottes gehören. Da sind einmal die kleinen Kinder, dann die Jünglinge und schließlich die Väter. Johannes begegnet jedem Gläubigen entsprechend seiner Wachstumsstufe in göttlicher Weisheit, inspiriert vom Heiligen Geist. Daraus wollen wir lernen. Deshalb soll es in diesem Artikel nicht in erster Linie um eine Auslegung der Verse 13 bis 27 gehen, sondern um eine Anwendung darauf, wie wir in unseren Familien den Kindern in den jeweiligen „Wachstumsstufen“ recht begegnen.

Eine doppelte Ansprache

Johannes wendet sich jeweils zweimal an die Väter, die Jünglinge und die Kinder. Einmal leitet er seine Botschaft mit den Worten „ich schreibe euch“ ein und einmal mit den Worten „ich habe euch geschrieben“. Dabei handelt es sich nicht um zwei verschiedene Briefe, sondern um ein und denselben Brief, den ersten Johannesbrief. Mit den Worten „ich schreibe euch“ wendet sich der Schreiber Johannes an die Briefempfänger und richtet seine Botschaft an sie. Die Perspektive des Schreibers steht hier im Vordergrund. Mit den Worten „ich habe euch geschrieben“ wird mehr die Seite der Briefempfänger gezeigt. Es geht darum, wie die Briefempfänger die Botschaft des Apostels aufnehmen und welche praktischen Konsequenzen sie ziehen. Dabei fällt auf, dass zu Beginn der zweiten Ansprache der kleinen Kinder in Vers 18 die Worte „ich habe euch geschrieben“ fehlen. Johannes wendet sich einfach mit der Anrede „Kinder“ an diejenigen, die im geistlichen Wachstum noch am Anfang stehen. Erst in Vers 26 benutzt er die Worte „ich habe euch geschrieben“ wieder. Er bereitet sie also langsam darauf vor, seine Worte verantwortungsbewusst aufzunehmen, um die richtigen praktischen Konsequenzen daraus zu ziehen. Das ist für uns ein großer Ansporn, unsere Kinder mit Behutsamkeit entsprechend ihres Wachstums Stück für Stück – nicht zu schnell und nicht zu langsam – in Verantwortung zu stellen.

Väter und die richtige Ausrichtung

Väter und die richtige Ausrichtung Zunächst wendet sich Johannes an die Väter. Sie sind geistlich gewachsen und stehen entsprechend in der größten Verantwortung. Deshalb werden sie zuerst angesprochen. Was schreibt er ihnen? Dass sie den erkannt haben, der von Anfang ist. Das ist niemand anders als der Herr Jesus selbst. Er ist die Offenbarung des göttlichen Lebens, Ihn hatten die Apostel gesehen, mit Ihm beginnt die christliche Zeit, in der Gott offenbart ist als Vater und in der alle, die an den Herrn Jesus glauben, das ewige Leben haben. Christus selbst ist der, der von Anfang ist. Ihn erkannt zu haben und in Ihm genug zu haben, ist das Kennzeichen der Väter in Christus. Was kennzeichnet uns, die wir als Eltern in Verantwortung für unsere Kinder und Familien stehen? Wenn wir Christus erkannt und genug in Ihm haben, verstehen wir, dass alles andere von untergeordneter Bedeutung ist. Dann haben wir die richtige Lebensausrichtung und können unseren Kindern ein gutes Vorbild sein. In Philipper 3 finden wir Paulus als einen solchen Vater in Christus. Er kann den Philippern schreiben: „So viele nun vollkommen sind, lasst uns so gesinnt sein“ (V. 15a). „Vollkommen sein“ meint an dieser Stelle, geistlich erwachsen zu sein. Wer geistlich erwachsen ist, der sucht nur Christus. Dazu spornt Paulus an. Und er tut es in dem Vertrauen, dass Gott Wachstum schenken wird: „… und wenn ihr etwas anders gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren“ (V. 15b). Dieses Vorbild ermutigt uns, in der richtigen Ausrichtung ein gutes Vorbild und eine nachahmenswerte Anleitung für unsere Kinder zu sein. Dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott weiteres Wachstum schenkt.

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