BleibtInMir

...denn außer mir könnt ihr nichts tun

Zeitschrift für die christliche Familie

Das Internet in der Familie

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Ich habe mit meinen Augen einen Bund geschlossen (eig. meinen Augen einen Bund vorgeschrieben).
(Hiob 31,1)


Das Internet ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. In Einzelfällen mag es notwendig und möglich sein, ganz ohne Internet zu leben. Aber auch in den Familien der Gläubigen ist es kaum noch möglich, das Internet komplett abzulehnen. Für Schule, Ausbildung und Studium wird zunehmend verlangt, das Internet zu nutzen. Umso wichtiger wird die Frage, wie wir damit umgehen.

Das Beispiel Hiobs

Auch wenn Hiob noch nichts vom Internet wissen konnte, gibt er uns in seinem Buch doch einen wichti­gen Hinweis: Unsere Augen sind ein Einfallstor für unser Leben und es ist wichtig, dieses Einfallstor zu bewachen. Dabei ist ein Bund, ein fester Vorsatz mit klaren Bedin­gungen, erforderlich. Hiob hatte seinen Augen einen solchen Bund vorgeschrieben.
Als Eltern haben wir dabei nicht nur Verantwortung für uns selbst, sondern auch für unsere ganze Fa­milie. Zunächst müssen wir selbst mit gutem Vorbild vorangehen. Doch dann müssen wir auch in un­seren Familien dafür sorgen, dass ein solcher „Bund“ geschlossen wird.

Kinder und das Internet

Durch Studien und Untersuchun­gen ist mittlerweile bekannt, dass Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von mindestens 16 bis 17 Jahren nicht in der Lage sind, ohne Hilfe von außen einen ver­ant­wortungsvollen Umgang mit ei­nem freien Internetzugang zu fin­den. Die Versuchungen sind zu groß, als dass sie aus eigener Kraft richtig damit umgehen könnten. Da­vor soll­ten wir unsere Augen nicht verschließen und unserer Verant­wortung nachkommen, unseren Kin­dern und Jugendlichen eine gute Hilfe zu sein.

Vertrauen und Hilfestellung

Dabei ist natürlich ein gewisses Vertrauen in die Kinder unbedingt notwendig. Die Hilfestellung und ihre Notwendigkeit sollte auch of­fen mit den Kindern durchgespro­chen werden, indem den Kindern einerseits Vertrauen entgegenge­bracht und andererseits die Autori­tät der Eltern ausgeübt wird.
Eine heimliche Kontrolle der tech­nischen Geräte empfiehlt sich da­bei eher nicht. Es mag Ausnahmen geben, aber durch heimliches Kontrollieren wird das Vertrauen beschädigt und die Kinder werden zur Verheimlichung und zum Ver­decken angestiftet.
Besser ist es, klare Vereinbarungen zu treffen. Dabei wird das Alter der Kinder Berücksichtigung finden – sowohl in der Art der Vereinbarun­gen als auch in der Intensität des Dialogs.
Je älter die Kinder werden, desto mehr werden wir erklärend und ab­stimmend vorgehen, ohne dass da­durch die Autorität der Eltern ab­nehmen würde. Nach wie vor, auch bei älteren Kindern, bleibt die Ver­antwortung der Eltern (und beson­ders des Vaters) für das, was im ei­genen Haus geschieht. Die Autori­tät der Eltern bleibt, aber sie wird auf andere Art und Weise ausgeübt.

Technische Möglichkeiten

Einige technische Möglichkeiten, mit denen Eltern gute Erfahrungen ge­macht haben, sollen nachfolgend genannt werden.

  • Einsatz von Internet-Sicherheits-Software oder Kindersicherungs­software:
    Mit Hilfe von geeigneten Program­men lassen sich Seiten oder The­men sperren oder nur expli­zit er­laubte Seiten im Browser aufru­fen. Manche Programme bie­ten auch die Möglichkeit, per E-Mail einen Bericht zu erhalten, in dem uner­laubte Seitenaufrufe pro­tokolliert werden. Das kann für Kinder eine zusätzliche Hemm­schwelle sein, da sie wissen, dass ihre Eltern eine Meldung über ihre uner­laubten Recherchen er­halten.
  • Sperren einzelner Anwendungen auf dem Smartphone (direkt im Betriebssystem oder mit Hilfe einer zusätzlichen Software).
  • Einrichtung von Sperren im Rou­ter, z.B. erlaubte Zeitfenster oder Zeitkontingente.
  • Eine gute Unterstützung ist es auch, das den Kindern zur Verfü­gung stehende Surf-Volumen der Mobilfunkkarte nicht zu großzü­gig zu wählen. Das kann zu einem sorgfältigeren Umgang führen und das Verantwortungsbewusstsein fördern.

Klare Vereinbarungen in der Familie

Nicht alle Dinge lassen sich durch technische Werkzeuge vermeiden. Deshalb können zusätzliche „Fami­lienregeln“ für den Gebrauch von Internet und Smartphone nützlich sein[1]. Sowohl bei diesen Regeln als auch bei den technischen Hilfsmit­teln ist es wichtig, sich nicht blind darauf zu verlassen. – Jede Sperre kann auch umgangen werden und häufig haben die Kinder besseres Know-how darüber als ihre Eltern. Dann sind die Eltern z.B. zufrieden, weil ab 22:00 Uhr das Internet gesperrt ist, aber die Kinder surfen heimlich über das WLAN des Nach­barn wei­ter. Eine gute Kommunika­tion und ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern sind auch da nicht nur sehr nützlich, sondern un­bedingt notwendig.
Einige Familienregeln, die sich be­währt haben:

  • Smartphones werden abends zu einer bestimmten Uhrzeit an ei­nen bestimmten Platz gelegt (und nicht mit ins Bett genommen).
  • Smartphones verbleiben in der Küche, während die Hausaufga­ben gemacht werden.
  • PC oder Laptop mit Internetzu­gang werden nur in einem für jedes Familienmitglied zugängli­chen Bereich genutzt.
  • Bestimmte Programme (Messen­ger, Social Media) nur auf einem „Familienhandy“ einrichten und nicht auf jedem einzelnen Handy jedes Kindes.
  • Gemeinsames Durchsehen von Chatverläufen, Bildern, Browser­verläufen o.ä. von den Eltern zu­sammen mit den Kindern von Zeit zu Zeit.

Keine Gesetze

Alle diese Regeln können nicht für jede Familie und jedes Kind in gleicher Weise umgesetzt werden. Es ist im Einzelfall Weisheit nötig. Aber auch da wird der Herr Jesus suchenden und betenden Eltern Klar­heit geben, wie sie sich verhal­ten können. Ein Austausch mit Eltern, die gleiche Zielsetzungen haben, kann dabei weiterhelfen.

Die Bewahrung Gottes

In der Bibel finden wir an vielen Stellen, dass Gott immer dann be­wahrend eingreift, wenn wir das tun, wozu wir verantwortlich sind. Ein in diesem Zusammenhang nütz­liches Beispiel finden wir in der Geschichte von Jakob. Als er mit dem richtigen Ziel (Bethel) unter­wegs war und seine Familie konse­quent auf die Gegenwart Gottes vorbereitete (z. B. wurden die frem­den Götter weggetan), da erlebte er mit seiner Familie den Schutz Gottes (s. 1. Mo 35,5). Darauf dür­fen auch wir uns bis heute stützen!

Christian Rosenthal


Fußnoten:

  1. In einer Aufklärungsveranstaltung der Kriminalpo­lizei in der Schule wurde auf eine Website hinge­wiesen, die „Mediennutzungsverträge“ zwischen Eltern und Kinder anbietet.

Fernseher – harmloser als Internet ?

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Oft hört man, dass das Internet viel gefährlicher sei als der Fernseher. Ohne die Gefahren des Internets zu verharmlosen, will dieser Artikel einige Gefahren des Fernsehens aufzeigen. Wir werden sehen, dass mit dem Fernseher nicht zu spaßen ist!
Schon in der Zeit um 1970 hat ein amerikanischer Forscher zahlreiche Experimente über die Wirkung von Fernsehbotschaften auf den Menschen durchgeführt. Dabei wurde auch untersucht, ob es Unterschiede in der Wirkung von Printmedien (z. B. Zeitung oder Bücher) und der Wirkung des Fernsehens gibt. Einige Ergebnisse dieser Untersuchungen gelten gleichermaßen für Fernsehen und Internet[1], aber es gibt auch Unterschiede.

Wachsam sein

Bei den Experimenten wurde fest­gestellt, dass durch den Fernseh­konsum vor allem die rechte Ge­hirnhälfte des Menschen ange­sprochen und die linke Gehirnhälf­te, die mehr für Lesen, Schreiben, Logik und analytisches Arbeiten zuständig ist, wenig beansprucht und deshalb zum Teil sogar abge­schaltet wird. Das führt dazu, dass Informationen, die über den Fern­sehkonsum aufgenommen werden, viel weniger analytisch bewertet und stattdessen unkritisch über­nommen werden.
Probanden hatten beim Lesen von Texten deutlich stärkere Ausschlä­ge bei den Hirnströmen als beim Fernsehen. Das bedeutet, dass die Aufmerksamkeit beim Fernsehen geringer wird. Umso schneller wird das, was man sieht und hört, unge­filtert und unbewertet aufgenom­men.
Die Bibel fordert uns auf, wachsam zu sein und alles zu prüfen. Nur das Gute sollen wir festhalten und von aller Art des Bösen sollen wir uns fernhalten (s. 1. Thes 5,21.22). Dazu sollten wir alles vermeiden, was unsere Wachsamkeit verringert!

Nüchtern sein

Durch verschiedene Versuchsreihen wurde außerdem entdeckt, dass sich die Gehirnströme einer Person beim Fernsehen innerhalb kurzer Zeit verändern. Sie verändern sich in gleicher Art wie bei der Hyp­nose! Im Gehirn tritt also nach­weis­lich eine Veränderung ein, die anzeigt, dass der Fernsehkonsu­ment die reale Welt ausblendet und ihn in einen passiven Trance-Zu­stand bringt.
In diesem Zustand werden die In­formationen, die vom Fernsehen vermittelt werden, nicht mehr aus­reichend distanziert und kritisch auf­genommen. Der Teufel hat großes Interesse daran, diese Situation aus­zunutzen!
Petrus fordert uns auf: „Seid nüch­tern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllen­der Löwe und sucht, wen er ver­schlinge“ (1. Pet 5,8.9). Wie nötig ist diese Aufforderung gerade in unserer Zeit, in der so viele Versu­chungen an uns herankommen.

Diese Dinge fliehen

Die Passivität und das Abschalten der natürlichen Kontrollfunktionen des Gehirns, wie sie beim Fern­se­hen besonders gefördert werden, treten bei einer aktiven Suche von Informationen im Internet nicht auf. Das Gehirn bleibt wachsam und die Kontrollmechanismen funk­tionieren grundsätzlich. Natürlich kann man auch das Internet zum Anschauen von Filmen nutzen. Das Angebot dazu wird täglich größer und die Grenzen verschwimmen immer mehr!
Dabei müssen wir beachten, dass jeder Abbau von Entscheidungsstu­fen (z.B. das Starten eines Gerä­tes, die Eingabe eines Passwortes, die Suche und Auswahl von Inhal­ten) gefährlich ist. Je einfa­cher es ist, de­sto eher greife ich zu und desto schneller werde ich zum pas­siven Konsumenten, der nicht mehr wach­sam ist. Deshalb: Weg mit dem Fern­seher! Das „schöne große Ge­rät“ mit den „schönen Bildern“ mit­ten im Wohnzimmer wird über kurz oder lang zerstöre­rische Wirkung haben!
Dabei übersehen wir nicht, dass auch die Nutzung des Internets be­sondere Gefahren mit sich bringt. Viele Versuchungen und Reize tre­ten – oft ungewollt – an uns heran. Und wenn wir nicht wachsam sind und bereit zur Flucht, werden wir den Versuchungen erliegen! Die Be­gierde wird geweckt und schnell folgt ein Klick auf einen falschen Link! Auch das ist eine gefährliche Sache, aber wir haben eine beson­dere Gefahr beim Fernsehen er­kannt, die wir nicht verharmlosen dürfen!
In beiden Gefahren ist Flucht die einzige Möglichkeit, bewahrt zu bleiben. Dazu fordert uns die Bibel an verschiedenen Stellen auf (z.B. 1. Kor 6,18). Die Geschichte Josephs ist für uns ein anspornendes Bei­spiel dazu.
Einen großen Einfluss auf die Wir­kung der Bilder im Internet oder im Fernsehen hat auch die Größe des Bildschirms. Je größer der Bild­schirm, desto stärker dringen die Eindrücke ins Unterbewusstsein ein. Wir wollen nicht leichtfertig damit umgehen!

Sich nicht beherrschen lassen

David bittet in Psalm 19 um Reini­gung von verborgenen Sünden und um Hilfe darin, sich von übermüti­gen (Sünden) nicht beherrschen zu lassen. Derjenige, der alleine das Recht hat, Autorität über uns zu haben, ist der Herr Jesus. Alles, was uns beherrscht, nimmt Ihm diesen Platz weg!
Vom Fernsehen geht die besonde­re Gefahr aus, dass es unser Leben beherrscht. Schnell kommt es dazu, dass wir bestimmte Sendezeiten nicht verpassen wollen.
Dabei ist es unerheblich, auf wel­chem Endgerät wir diese Sendun­gen anschauen. Es geht ja nicht um das technische Gerät, sondern um das Programm – um Sendezeit und Sendungsinhalt.
Spätestens dann, wenn das Pro­gramm Einfluss auf unseren Tages­ablauf nimmt, erkennen wir die beherrschende Macht, die davon ausgeht. Und das ist eindeutig eine Grenzüberschreitung!
Wollen wir neu und von ganzem Herzen in die Bitte Davids einstim­men und aufräumen in unserem Leben!

Die gelegene Zeit auskaufen

Auch wenn gerade beim Fernsehen ein gewisser Zwang von festen Sen­dezeiten für bestimmte Program­me und Serien ausgeht, so ist doch für Fernsehen und Internet ein glei­chermaßen gefährlicher Punkt, dass viel Zeit dafür verschwendet wird.
Gottes Wort fordert uns auf: „Gebt nun Acht, wie ihr sorgfältig wan­delt, nicht als Unweise, sondern als Weise, die die gelegene Zeit aus­kaufen, denn die Tage sind böse“ (Eph 5,15.16).

Eine Verantwortung von Eltern

Der Fernseher als „Babysitter“ – das ist eine bequeme Sache. Aber nur auf den ersten Blick!
Kinder, die viel Zeit vor dem Fern­seher verbringen, werden mit Sin­neseindrücken überflutet und ver­lieren die natürliche Sensibilität für Mitleid, Furcht, Ekel oder Zorn. Sie werden konfrontiert mit Gewalt und Unmoral, was nicht ohne Einfluss bleibt. Und sie identifizieren sich mit „Fernsehhelden“, die ihnen sympathisch sind. Das prägt ihre Wert- und Wunschvorstellungen, die völlig anders sind als die Werte Gottes, die Er in seinem Wort mit­geteilt hat. Sie suchen sich „Vorbil­der“, die in eine ganz andere Rich­tung weisen als das vollkommene Vorbild, der Herr Jesus.
Zudem lässt sich gerade bei Kin­dern feststellen, dass sie viel weni­ger in der Lage sind, sich längere Zeit zu konzentrieren und Dinge gedanklich zu verarbeiten und auf­zunehmen, wenn sie lange Zeit vor dem Fernseher verbringen. Das al­lein ist schon ein praktischer Aspekt, der uns vorsichtig sein lässt im Ge­brauch von Fernsehen und anderen Medien.
Auch wenn es von uns als Eltern einige Energie erfordert, wollen wir unseren kleinen und größeren Kin­dern Alternativen zum Fernseh- und Internetkonsum bieten!

Zusammenfassung

Der Einfluss der modernen Medien auf das Leben des Christen ist enorm. Dabei spielt das Internet eine besondere Rolle. Doch auch vom Fernsehen gehen besondere Gefahren aus, die oft übersehen werden. Auch für diese Gefahren wollen wir sensibel sein, damit der Fernseher unser persönliches geist­liches Leben, unsere Ehen und un­sere Familien nicht zerstört!

Christian Rosenthal


Fußnoten:

  1. Diese Ergebnisse lassen sich darüber hinaus auf jede Art von technischen Geräten übertragen, mit denen Filme gesehen werden können. In diesem Artikel wird der Schwerpunkt jedoch auf die am weitesten verbreiteten technischen Medien gelegt.

„Nimm deinen Sohn,… den du lieb hast…“ (Teil 2)

Liebe in der Kindererziehung (eine Anwendung von 1. Mose 22)

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Im vorigen Heft haben wir begonnen, eine vorsichtige Anwendung der Begebenheit aus 1. Mose 22 auf das positive Verhältnis zwischen Vater und Sohn (bzw. Eltern und Kindern, Alt und Jung) zu machen. Bei Abraham haben wir gesehen:

  • Er war verfügbar für seinen Sohn
  • Er hatte Liebe zu Gott und zu seinem Sohn
  • Er war durch Vertrauen auf Gott gekennzeichnet.

In dieser Fortsetzung wollen wir weitere Merkmale Abrahams finden und darüber nachdenken.

Gehorsam

Das Vertrauen Abrahams war ge­paart mit Gehorsam. Abraham ist seinem Gott gegenüber gehorsam, indem er den schweren Auftrag „Nimm deinen Sohn…“ ohne Zö­gern ausführt.
Wir merken, dass dieses Vorbild offenbar eine positive Auswirkung bei Isaak hat: Dieser folgt seinem Vater ohne Widerspruch. Eine wich­tige und gleichzeitig schwierige Dis­ziplin, die Kinder lernen müssen.
Dabei müssen wir unterscheiden zwischen blindem Gehorsam, einem Befolgen, „weil der Vater es sagt“, welches bei kleineren Kindern an­gemessen ist, und einem Gehor­sam bei Kindern z. B. im Teena­ger-/Jugendlichen-Alter. Ihnen soll­ten wir sicherlich auch unser Han­deln erklären, damit sie unsere Überlegungen und Beweggründe bei Entscheidungen verstehen und daraus lernen können.
Dazu passt der Dialog zwischen Isaak und Abraham in Vers 7 und 8, beginnend mit Isaaks Frage: „Sie­he das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brand­op­fer?“. Isaak folgte dem Weg seines Va­ters, dachte aber weiter und wollte diesen Weg verstehen.
Da Abraham noch nicht den ge­nauen weiteren Verlauf kannte, verwies er darauf, dass Gott die Antwort geben würde.
Ist das nicht lehrreich für uns? Ken­nen wir nicht auch Situationen, in denen wir selbst den genauen wei­teren Weg noch nicht kennen? Dann dürfen wir selbst im Gehor­sam den Weg gehen und auch bei Fragen unserer Kinder auf Gott ver­weisen, der zur rechten Zeit den rechten Weg zeigen wird.

Zielorientierung

Abraham erhielt von Gott ein kla­res Ziel: Mit wem er wohin gehen soll und was er dort zu tun hatte. Abraham lebte in enger Gemein­schaft mit seinem Gott, sodass er klar verstand, was zu tun war und welches Ziel er verfolgen sollte.
Das ist auch für uns Väter und Eltern so wichtig: Interessiert uns der Plan, den Gott für uns, unsere Kinder und unsere Familie in allen praktischen und geistlichen Fragen des Lebens hat? Leben wir in dieser ungetrübten Gemeinschaft mit un­serem Herrn, dass wir die­sen Plan erkennen? Oder setzen wir uns Ziele nach eigenem Gutdün­ken?
Und was war das Ziel? Hingabe für Gott, Opferbereitschaft, letztlich An­be­tung. Sind das auch gemeinsa­me Ziele für und mit unseren Kindern?
Ist es für uns Eltern wichtiger, dass unsere Kinder die nächste Eins in Mathe schreiben, beson­ders schick angezogen sind, mög­lichst ausge­fallene Hobbies haben, Karriere machen?
Oder motivieren wir sie immer wieder zu persönlichem Bibelstu­dium, zum Besuch der Zusammen­künfte, biblisch-orientierter Veran­staltungen, etc., so dass sie später selbst in der Lage sind, den Plan Gottes für ihr Leben zu erkennen?

Gemeinsamer Weg

und sie gingen beide miteinan­der“ (V. 6b)
In keinem anderen Bibeltext wird der gemeinsame Weg zwischen Vater und Sohn so betont wie in unserem Abschnitt. Kann das auch über meinen Weg mit meinen Kin­dern gesagt werden?
Dies erstreckt sich zum einen auf das ganz praktische Miteinander im Alltag: Gemeinsame (Freizeit-) Aktivitäten, gemeinsame Mahlzei­ten, gemeinsame Urlaube, etc.
Zum anderen dürfen wir das si­cher­lich auch geistlich anwenden. Wie schön ist es, wenn wir mit unseren Kindern auch als Christen einen gemeinsamen Weg gehen dürfen und zudem im geistlichen Bereich ein „Miteinander“ hin­sichtlich unserer Gespräche, unse­rer Gesinnung, etc. vorhanden ist (s. Ps 148,12).
Wichtig ist sicherlich, dass das „Mit­einander“ nicht aus Zwang und unter Druck, sondern freiwillig, be­wusst und gerne geschieht. Nur dann ist es auch ein wirkliches Mit­einander. Nichtsdestotrotz haben wir Väter (bzw. Eltern) die Verant­wortung, als Vorbild voranzugehen, so wie Mose es beim Auszug aus Ägypten tat (s. 2. Mo 10,9).

Miteinander reden

Und Isaak sprach zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn.“ (V. 7a)
Dieser Punkt steht in engem Zu­sammenhang zum vorhergehenden, jedoch mit einem anderen Schwer­punkt. Abraham und Isaak gingen nicht schweigend nebeneinander her, sondern sie redeten miteinan­der und hatten echten Austausch, zudem über das schöne Thema „Anbetung“, das „Lamm“, etc.
Wie intensiv ist das bei uns? Wis­sen wir wirklich, wie es unseren Kindern geht, was sie beschäftigt, wo sie Sorgen oder Freude haben, was sie tun?
Wann haben wir uns z.B. das letzte Mal mit ihnen ganz einfach dar­über unterhalten, was sie in der Ju­gendstunde gemacht haben, wie es in der Schule oder beim Studium gelau­fen ist? Haben wir Austausch über geistliche Themen? Ist der Herr Jesus, das „Lamm“ ein ge­meinsames Gesprächsthema?
Sicher ist es auch so, dass nicht jedes unserer Kinder in gleicher Weise gesprächsbereit und kom­munikativ ist. Aber ist nicht gerade dann unsere Kreativität und Ener­gie gefragt, trotzdem mit ihnen ins Gespräch zu kommen, weil es eben so wichtig für eine gesunde Beziehung ist? Reden hilft!

Fördern durch Fordern (anstelle von Über- oder Unterfordern)

Und Abraham nahm das Holz des Brandopfers und legte es auf Isaak, seinen Sohn; und in seine Hand nahm er das Feuer und das Mes­ser“ (V. 6)
Auf ihrer Reise hatten sie zunächst Hilfe durch Abrahams Knechte. Den letzten Reiseabschnitt wollte Abra­ham jedoch mit seinem Sohn allein gehen.
Dabei mussten sie die notwendige Ausrüstung für ihre Mission mit­nehmen: Holz, ein Messer und das Feuer. Interessant ist, dass Abra­ham nur das Holz seinem Sohn gab, selbst aber das Messer und das Feuer trug.
Übertragen auf uns, können wir die Anwendung machen, dass wir zwar durchaus unseren Kindern „Lasten“ auferlegen dürfen (das Holz). Wir müssen sie sogar etwas fordern, um sie zu fördern.
Man beobachtet manchmal Eltern, die jeden Stein, jedes Hindernis für ihre Kinder aus dem Weg räumen, um ihnen das Leben so einfach wie möglich zu machen.
Um wachsen zu können, müssen aber auch unsere Kinder ihrem Al­ter und Charakter entsprechend die Herausforderungen und „Las­ten“ des Lebens schrittweise ken­nenlernen.
Andererseits dürfen wir sie dabei aber nicht überfordern mit Dingen, die für sie eine Gefahr werden kön­nen bzw. die für sie zu anspruchs­voll sind (siehe nächster Punkt). Nicht um­sonst trug Abraham die gefährli­chen Dinge (Messer und Feuer) selbst.

Rücksichtnahme darauf, was der Sohn verkraften kann

Und er sprach: Siehe, das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer? Und Abra­ham sprach: Gott wird sich erse­hen das Schaf zum Brandopfer, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander“ (V. 7.8)
Dieser Wortwechsel ist sehr beein­druckend. Isaak konnte sich nicht vorstellen, wie sie am Zielort plötz­lich ein passendes Lamm finden sollten. Abraham wusste mehr – wie sehr muss ihn deshalb diese Frage ins Herz getroffen haben.
Seine Antwort ist sehr rücksichts­voll, er weiß, wenn er seinem Sohn alles gesagt hätte, was er wusste, wäre dieser damit überfordert ge­wesen.
So müssen auch wir mit Weisheit und Rücksicht, entsprechend der Reife, dem Alter und dem Charak­ter unserer Kinder, handeln. Das gilt bei der Übertragung von Auf­gaben, bei der Wahl der Aus­bildung, bei der Entscheidung des Wohnorts im Rahmen der Ausbil­dung, usw.

Markus Krauss

-Schluss folgt-

Vom Unruhestifter zum Segensbringer (Teil 7)

Tage der Not (1. Mo 35,8.16-28)

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Der Tod der Amme Rebekkas

In Bethel stirbt Deborah, die Amme Rebekkas. Sie war für Jakob sicher eine innere Verbindung zu seiner Mutter. Diese lebte wohl auch nicht mehr, weil wir nach der Flucht Jakobs nach Paddan Aram nie mehr etwas von ihr lesen.
Wer schon am Grab eines Elternteils gestanden hat, weiß, wie viele Erinnerungen dabei aufsteigen. Es kann dann auch die Frage auftauchen: „Habe ich meine Eltern geehrt?“ Das ist unsere Pflicht, solange die Eltern leben und sogar über den Tod hinaus.
„Ehre Vater und Mutter“ ist ein absolutes Gebot und nicht abhängig davon, wie die Eltern sind oder was sie getan haben. Wer es nicht tut, der sündigt.
Ist Bitterkeit in deinem Herzen gegen die Eltern oder ist das Verhältnis ganz zerrüttet? Bitte den Herrn, dir zu helfen.

Aufbruch von Bethel

Gott hatte sich Jakob auf wunder­bare Weise in Bethel geoffenbart und die Verheißungen erneuert. Aber warum verlässt er diesen Ort jetzt schon wieder? Hatte Gott ihm nicht gesagt, dort auch zu wohnen (s. V. 1)? Wir lesen dagegen nicht, dass Gott ihm den Befehl zum Auf­bruch gegeben hätte.
Wie anders handelt der Prophet Elia. Gott hatte ihn an den Bach Krith gesandt. Als der Bach aus-trocknete, zog Elia erst weiter, als Gott zu ihm sagte: „Mach dich auf, geh nach Zarpat … und bleib dort“ (1. Kön 17,8). Von dort brach er erst dann auf, als Gott ihm befahl: „Geh hin, zeige dich Ahab“ (1. Kön 18,1).
Bei den heutigen Arbeitsplatzbe­dingungen sind manchmal Orts­wechsel unumgänglich, aber wenn wir von uns aus den Arbeitsplatz wechseln oder einem Wechsel zu­stimmen, was sind dann unsere Beweggründe? Das bessere Ein­kom­men, der Aufstieg auf der Kar­riereleiter, usw.? Oder ist es uns wichtig, dass es an dem neuen Ar­beitsort ein Zusammenkommen der Gläubigen gibt? Tun wir diesen Schritt nur nach rationalen Überle­gungen oder fragen wir wirklich den Herrn und warten auf seine Antwort? Wenn Er keine gibt, heißt das nicht: „Bleibe!“?

Die Geburt Benjamins – der Tod Rahels

Auf dem Weg von Bethel nach Ephrat gebiert Rahel ihren zweiten Sohn, stirbt aber kurz nach der Ge­burt. Welche Worte können be­schreiben, was die Seelen Rahels und Jakobs hierbei durchgemacht haben? Nachempfinden kann dies wohl nur jemand, der Vergleichba­res erlebt hat.

Höhen und Tiefen

Das Leben Rahels hatte Höhen und Tiefen. Wie glücklich musste sie gewesen sein, dass Jakob sie nicht nur von der ersten Begegnung an geliebt hatte, sondern dies auch ausdauernd tat, hatte er doch 14 Jahre für sie gedient (1. Mo 29, 18.20.27.30).
Aber es gab auch Nöte. Viele Jahre war sie kinderlos gewesen. Ihre Schwester Lea hatte Jakob schon sechs Söhne und eine Tochter ge­boren, bevor Gott ihr eine Schwan­gerschaft schenkte.
Die Geburt Benjamins kostet ihr Le­ben. Wir können verstehen, dass sie ihn Benoni (Sohn meiner Not) nennt.
Auch unser Leben wird Höhen und Tiefen haben. Nehmen wir beides als von Gott kommend an, wie Hiob (s. Hiob 2,10) und Paulus (s. Phil 4,12).

Missstimmungen unter Ehepartnern

Wir wissen nur von einer Missstim­mung in dieser Ehe (s. 1. Mo 30,1-2).
Wie schnell ist es passiert, dass man unwillig oder zornig reagiert. Selbst über einem heiligen Zorn soll die Sonne nicht untergehen (s. Eph 4,26). Wie viel mehr gilt dies, wenn er fleischlich ist.
Wir wissen nicht, ob Jakob das an demselben Tag noch geordnet hat, aber wir sollten es tun. Wie ernst ist es, wenn der Herr einen Ehepart­ner abruft und sich ungeord­nete Lieblosigkeiten angehäuft haben.
In seinem großen Schmerz zeigt Ja­kob Glauben, wenn er diesen Sohn Benjamin (Sohn meiner Rech­ten) nennt. Auch wir müssen an­lässlich des Heimgangs einer unse­rer Lie­ben, so schmerzlich er auch ist, nicht betrübt sein wie die Welt, denn wir haben eine Hoffnung (s. 1. Thes 4,13).

Ruben und Bilha

Gerade hat Jakob Rahel begraben, da trifft ihn der nächste Schlag. Ru­ben liegt bei Bilha, mit der er zwei Söhne gezeugt hatte. In Sichem hat­ten schon Simeon und Levi seinen Na­men stinkend gemacht und nun noch dieses. Der Schmerz für Ja­kob war ein doppelter: Sein erstge­borener Sohn begeht diese schwe­re Sünde und er begeht sie mit der Magd Rahels, die ihn sicher immer wieder an seine geliebte Frau erin­nert hat. Auf seinem Sterbelager konfron­tiert Jakob Ruben noch einmal mit dieser bösen Tat und entzieht ihm das Erstgeburtsrecht (1. Mo 49,3-4). Aber aus diesen Wor­ten geht auch hervor, wie stolz nor­malerweise zu damaliger Zeit ein Va­ter auf seinen Erstgeborenen war.
Auch wenn das in der Zeit des Al­ten Testaments seine Berechti­gung hatte (s. 5. Mo 21,17), ma­chen wir doch eine Anwendung auf unsere Zeit. Vielleicht sind wir auch nicht frei von diesen Empfindungen. Eine Bevorzugung des erstgebore­nen Kin­des ruft aber den Neid der Ge­schwister hervor[1]. Darum müs­sen wir hier über unsere Gefühle wa­chen. An den Erstgeborenen ha­ben wir auch oft ganz besondere Erwartungen, die das Kind, viel­leicht trotz allen Bemühens, nicht erfüllen kann und dann mutlos wird.
Auch einer weiteren Gefahr müs­sen wir uns bewusst sein. Wenn unsere Kinder Schande auf unser Haus bringen, sind wir entrüstet und in unserer Ehre verletzt. Aber um wessen Ehre geht es uns?
Was muss David empfunden ha­ben, wenn er einerseits die Gnade Gottes in Bezug auf sein Haus preist, aber andererseits auch bekennen muss, dass sein Haus nicht so ist bei Gott (s. 2. Sam 23,5).

Jakob kommt zu seinem Vater

Jakob hatte Laban verlassen, um zu seinem Vater in das Land Kanaan zu kommen (s. 1. Mo 31,17-18). Hier hielt er sich nun schon viele Jahre auf, aber erst jetzt, im Zusam­men­hang mit dem Tod Isaaks, lesen wir, dass er zu seinem Vater nach Mamre kommt.
Warum erst jetzt? War Jakob im­mer noch verbittert darüber gewe­sen, dass sein Vater den erstgebo­renen Esau mehr geliebt hatte als ihn? Aber auch Jakob hatte sich ja schwer an seinem Vater versün­digt. Fürchtete er, sein Vater grolle ihm noch? Doch jetzt ist er endlich bei ihm. Finden die beiden Män­ner zueinander? Können sie gegensei­tig ihr Versagen bekennen und ver­geben? Wir hoffen doch, dass es geschehen ist, wenn vielleicht auch im letzten Augenblick.
Haben auch wir etwas zu ordnen mit unseren Eltern oder mit unse­ren Kindern? Dann lasst uns nicht so lange warten.

Der Tod Isaaks

Beim Begräbnis des Vaters begeg­nen sich Esau und Jakob wieder. Vie­le Jahre sind seit der letzten Begeg­nung vergangen. Damals hat­te Jakob versprochen, seinen Bru­der, der ihm wider Erwarten freund­lich begegnet war, zu besuchen (s. 1. Mo 33,12-16). Das hatte er aber dann nicht getan.
Esau mag eine Zeit gewartet und dann vielleicht gedacht haben: „Mein Bruder hat sich nicht verän­dert, er ist immer noch derselbe listige Betrüger.“ Aber jetzt, anläss­lich der Beerdigung des Vaters, war eine Begegnung unumgäng­lich. Wie ist sie wohl ausgegangen?
Manchmal gibt es unter leiblichen Geschwistern tiefe Gräben. Das kann die verschiedensten Ursachen haben. Auf jeden Fall geht man sich aus dem Weg. Manchmal sind es dann solche Anlässe wie hier, dass man sich wieder einmal sieht. Nutzt man solche Begegnungen, um sich zu versöhnen, oder bleibt alles beim Alten? Wie schade wäre das.
Es waren schwere Tage für Jakob nach der wunderbaren Erfahrung, die er in Bethel mit Gott gemacht hatte. Sicher hat die dort erlangte Gemeinschaft mit Gott ihm die Kraft gegeben, durch dieses alles im Glauben hindurchzugehen, wie sich ja an der Namensgebung von Benjamin gezeigt hat.
Auch wir können nur in der Kraft, die wir aus der Gemeinschaft mit Ihm empfangen, die Erprobungen unseres Glaubens bestehen.

Horst Zielfeld

Buchempfehlung zu diesem Artikel

Gottes Hand im Leiden anhand des Lebens Hiobs

Das Buch Hiob erklärt, soweit es auf der Erde mög­lich ist, das Geheimnis des Leidens der Gläubigen. Es gibt Hilfestellung bei Fragen, wie: „Warum leiden wiedergeborene Christen?“, „Wenn Gott Liebe ist – und das ist Er – warum haben die Seinen oft durch Nöte zu gehen?“ Oder: „Wie ist es mit Gottes Gerechtigkeit in Einklang zu bringen, dass Er die Gerechten so leiden lässt?“
Es gibt zwei Antworten auf diese Fragen: Gott selbst wird durch diese Leiden verherrlicht und den Seinen dienen sie zum Heil. Anhand von Hiob gibt der Autor Gedankenanstöße zu dieser Thematik.

  • Autor: W. Kelly
  • Seiten: 250 S., geb.
  • Art.-Nr.: 50093
  • Preis: € 10,50

Fußnoten:

  1. Die Bevorzugung eines Kindes ist generell eine Ge­fahr, nicht nur beim erstgeborenen Kind, son­dern auch, wenn Jungen oder Mädchen dem je­weils an­deren Geschlecht vorgezogen werden. Alle unsere Kinder sind in den Augen Gottes gleich teu­er und wertvoll. Deshalb sollen sie es auch für uns sein.

Entfremdung – ein großes Übel (Teil 2)

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Wir haben im ersten Teil des Artikels über das Thema der Entfremdung grundsätzlich nachgedacht und dann den Bereich des Miteinanders als Glaubensgeschwister angesehen. Den wichtigen Aspekt, dass aus einer guten und gelebten Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus auch ein gutes Miteinander unter Glaubensgeschwistern hervorkommt, wollen wir aus dem ersten Teil des Artikels mitnehmen in den jetzt folgenden Teil.

Entfremdung in Ehe und Familie am Beispiel der Familie Isaaks

Jetzt wollen wir uns die innigste und schönste Beziehung, die es hier auf der Erde gibt, genauer anschauen, nämlich die der Ehe.
Wie schön, wenn wiedergeborene Kinder Gottes von dem Herrn zu­sammengeführt werden und durch die Gnade ihren Weg gemeinsam mit Ihm gehen und eine Ehe „im Herrn“ führen (s. 1. Kor 7,39).
In 1. Mose 24 finden wir ein pro­phetisches Gemälde im Hinblick auf Christus und seine Versamm­lung. Der Geist Gottes ist bemüht, seine Braut dem wahren Isaak (dem Herrn Jesus) zuzuführen. Er tut alles, um Ihn der Braut groß zu machen, mit dem schönen Ziel, dass Er ihr alles wird.
Neben dieser prophetischen Be­trachtungsweise dürfen wir aber auch ganz praktische Anwendungen machen, wie gesegnet es ist, wenn Gott die Führung übernimmt, um zwei Menschen, die Er füreinander bestimmt hat, zusammenzuführen.

Wachsen – zueinander und miteinander

Die Ehe von Isaak und Rebekka hat sehr glücklich begonnen und auch nach vielen Jahren hat sich daran wenig geändert (s. 1. Mo 26,8b). Eine Ehe sollte immer wachstümlich sein: Wachstum zum Herrn und auch zueinander.
Was Isaak und Rebekka noch nicht wissen konnten, wird für uns heu­te aus Epheser 5 deutlich: Als Maß­stab für unsere Ehen gilt die Bezie­hung zwischen Christus und seiner Versammlung – nichts weniger.
Dieses Niveau kann keine Ehe hier auf der Erde erreichen, es bleibt aber immer das absolute Maß, an dem alles gemessen wird. Von da­her wird es auch nie einen Punkt in der Liebe geben, an dem wir sagen könnten: „Es ist genug.“ – Nein, wir streben fortwährend die­sem hohen Niveau zu und können von daher niemals stillstehen. So­mit wird deutlich, dass jeder Still­stand in der Ehe letztendlich ein Rückschritt ist.
Und doch: Wie viele Ehen unter Glaubensgeschwistern erscheinen mit den Jahren ‚verstaubt‘. Man kann keine Bewegung, keinen Fort­schritt und kein Wachstum mehr erkennen. Die erste Liebe ist ver­lassen worden und die Folge da­von ist – Kälte. Wie kommt das?
Die ersten 20 Ehejahre von Isaak und Rebekka blieben kinderlos, und das war eine schwere Prüfung für die beiden. Es ist sehr schön, in 1. Mose 25,21 zu lesen, wie Isaak für seine Frau Rebekka betet. Und wenige Verse später lesen wir auch, dass Rebekka betet. Das ist ein großer Ansporn für uns.

Beten – füreinander und miteinander

Das Gebet ist eines der wichtigsten „Werkzeuge“ für die Ehe. Wie dank­bar dürfen wir sein, dass wir das persönliche Gebet und auch das gemeinsame Gebet in der Ehe ken­nen dürfen.
Bei Isaak und Rebekka lesen wir nichts von einem gemeinsamen Gebet. Das wollen wir nicht weiter bewerten, es aber als Ansporn für uns nehmen, auch gemeinsam alle Anliegen zu besprechen und im Gebet vor Gott zu bringen. In einer gemeinsamen Prüfung dürfen wir die Gemeinschaft mit Gott im Ge­bet suchen, indem wir die Anlie­gen und Fragen vor Ihn bringen, un­tereinander einen Austausch dar­über haben und die Sorgen teilen. Das Gebet füreinander und mitein­ander wird ein wertvolles Mittel gegen die Entfremdung voneinan­der sein!

Entfremdung – voneinander

Was die Entfremdung in der Ehe angeht, so wird es immer mit un­scheinbaren Dingen beginnen. Die­se Erfahrungen werden in der Ehe immer wieder aufgrund unserer Schwachheit gemacht.
Das Fatale daran ist jedoch, dass eine schlechte Saat aufgeht, wenn sie nicht durch Selbstgericht verur­teilt und somit aus dem Weg ge­räumt wird. Wenn wir dies versäu­men, kann etwas, was zunächst unscheinbar erscheint, immer mehr wachsen und um sich greifen. So­bald wir merken, dass ein Zustand der Kälte zwischen Ehepartnern eintritt, sollten wir hellhörig werden und unbedingt miteinander reden! Lasst uns alle Sorgen, die jeder vielleicht persönlich im Gebet vor den Herrn bringt, auch gemein­schaftlich besprechen und vor allem auch gemeinsam über eine Sache oder einen Zustand beten!

Rücksichtnahme - aufeinander

Vielfach ist den Ehepartnern zu­nächst die Ursache für eine begin­nende Entfremdung nicht bewusst. Manche Frauen haben Schwierig­keiten damit, ihre Gefühle und Empfindungen zu analysieren. Hier­bei ist es die Aufgabe der Männer, nach 1. Petrus 3,7 zu handeln: „Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen nach Erkenntnis als bei einem schwächeren Gefäß, dem weibli­chen, ihnen Ehre gebend als die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden.“
Wenn wir Männer in unserer oft so nüchternen und logischen Denk­weise einfach über die Empfindun­gen unserer Frauen hinweggehen, fangen wir an, uns stückweise von­einander zu entfernen – zu ent­fremden!
Begegnen wir an dieser Stelle nicht einer Folge des Sündenfalls in 1. Mose 3,16b „… und nach dei­nem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herr­schen“?
Wir gläubigen Ehemänner wollen uns von dem Herrn unter perma­nentem Gebet die nötige Weisheit schenken lassen, damit jedem An­satz von Entfremdung im Keim be­gegnet werden kann.
Ihr gläubigen Ehefrauen, wenn dann eure Männer diesen ersten Schritt wagen, so weist sie nicht ab – auch wenn es vielleicht länger als er­wartet gedauert hat. Machen wir uns bei dieser Thematik bewusst, dass das Ausleben des „Ichs“ im­mer zu Entfremdung führt, denn zum „Wir“ finden wir nur über das „Du“!

Liebe – zueinander nicht zu sich selbst

Das wiederum ist das Grundprinzip der Liebe, die geben möchte. Bei Isaak und Rebekka wurde der Zu­stand der Entfremdung viele Jahre später deutlich erkennbar. Wir le­sen in 1. Mose 25,28: „Und Isaak hatte Esau lieb, denn Wildbret war nach seinem Mund; Rebekka aber hatte Jakob lieb“.
Das Problem zwischen den Ehe­partnern überträgt sich nun auch auf die Kinder und zieht somit wei­tere Kreise. Wie sehr haben sich die beiden Brüder Esau und Jakob später entfremdet!
Im Fall von Isaak wird uns sogar die Begründung für sein Verhalten genannt. Die Liebe zu den Kindern wurde durch eigene Interessen und daraus resultierenden Sympa­thien gesteuert. Sie war nicht mehr auf das Wort Gottes ausgerichtet. Wie schlimm ist es, wenn wir Unter­schiede in unserer Liebe und Zunei­gung zu unseren Kindern ma­chen!

Entfremdung zieht Kreise

Weil die beginnende Entfremdung nicht behoben wurde, ging es auf dem schlechten Weg bergab. Die Sensibilität für das richtige Verhal­ten nahm ab. So geschah es bei Isaak in 1. Mose 27. Er war alt ge­worden und seine Augen waren zu schwach, um zu sehen. Wie be­zeichnend. Die Bibel würde uns das gewiss nicht in dieser Form mitteilen, wenn es nicht eine mehr­deutige Bedeutung hätte.
Es kommt zum Familieneklat. Isaak geht mit seinen Sympathien zu weit und stellt die Befriedigung seiner eigenen Lüste über den Wil­len Got­tes, den Er in 1. Mose 25,23 seiner Frau offenbart hatte. Re­bekka hingegen hält ihren Mann nicht vor diesem falschen Schritt zu­rück, sondern ergreift zusammen mit Jakob eine fleischliche Gegen­maßnahme. Jedes gegenseitige Ver­trauen wird untergraben, und es kommt so weit, dass die Familie komplett zerteilt wird.
Isaak, tief erschüttert, erschrickt über sein Verhalten (s. V. 33). Esau findet keinen Raum zur Buße. Re­bekka verliert an einem Tag ihre beiden Söhne. Von ihr wird uns da­nach nichts mehr berichtet. Jakob muss aus Angst weglaufen und wird ein einsamer und armer Flüchtling. Die ganze Familie hat sich buch­stäblich auseinander gelebt. Die fortschreitende Entfremdung hat sie in die Einsamkeit geführt.
Nur die unendliche und unum­schränkte Gnade Gottes, die trotz dieses menschlichen Trümmerfel­des doch noch zu ihrem Ziel kommt, macht es möglich, dass aus Jakob, dem Fersenhalter und Überlister, später ein Kämpfer und Anbeter Gottes wird.
Denn alles, was zuvor geschrie­ben worden ist, ist zu unserer Be­lehrung geschrieben“ (Röm 15,4a). Überprüfen wir uns im Spiegel des Wortes Gottes, das Er uns ge­schenkt hat, und erleben wir seine reinigende Wirkung, die zur Bele­bung unserer Ehen und Familien führen wird.

Schlussgedanken

So gibt es viele Beispiele in Gottes Wort, in denen ein Zustand der Entfremdung aufgedeckt wird. Hal­ten wir klar fest, dass Entfremdung Sünde in den Augen Gottes ist und nur Schaden anrichtet. Das Wort aus Hebräer 12,14ff möge uns da­bei helfen, aufeinander achtzuge­ben: „Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn schauen wird; und achtet darauf, dass nicht je­mand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch beunruhige und viele durch sie ver­unreinigt werden“.
Es gibt – dem Herrn sei Dank – durch seine Gnade zu aller Zeit die Möglichkeit, durch Selbstge­richt und Buße aus diesem un­glücklichen Zustand befreit zu werden!
Willst du das aufrichtig? Dann wende dich und wendet euch ge­meinsam an Ihn, den Sachwalter (s. 1. Joh 2,1)! Nur durch ein Be­kenntnis nach 1. Johannes 1,9 kann die Freude und somit der Genuss der Gemeinschaft wiederkehren. Gemeinschaft mit Gott, unserem Vater, und seinem Sohn ist uns als Kindern Gottes geschenkt. Es sollte für uns normal sein, diese Gemein­schaft auch praktisch zu genießen. Entfremdung jedoch ist genau das Gegenteil! Der Herr schenke uns die Gnade, dass wir das erkennen und Ihn wieder mehr in unserem Leben ehren.
„… und nicht mehr lebe ich, son­dern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20).

Steffen Bamberger

Praktische Gemeinschaft mit Gott (2. Samuel 7)

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Im Leben Davids finden wir viele praktische Hinweise für unseren Glaubensweg. Besonders schön ist dabei die Begebenheit in 2. Samuel 7. Dort wird uns die lebendige Gemeinschaft mit Gott in prüfenden Umständen vorgestellt. Was ereignete sich in diesem Kapitel?
Damals hatte David den Wunsch, für Gott ein prachtvolles Haus zu bauen. Seine Überlegungen beruhten dabei nicht auf eigenem Interesse. David wollte dieses Bauwerk allein zur Ehre und Verherrlichung Gottes errichten (s. 2. Sam 7,2).
Doch obwohl dieser selbstlose Beweggrund dem Vorhaben Davids zugrunde lag, musste Gott seinem Knecht Einhalt gebieten. Durch den Prophet Nathan teilte Er David mit, dass erst sein Sohn Salomo den Tempel bauen sollte.

Gemeinschaft mit Gott – eine wechselseitige Beziehung

Gott konnte also die Vorstellungen Davids nicht erwartungsgemäß er­füllen. Er hatte in seinem Rat­schluss etwas Besseres vorgesehen. Vor diesem Hintergrund erfahren wir nun, wie wertvoll und segensreich die vertraute Gemeinschaft mit Gott ist. Denn allein auf der Basis einer ungetrübten Gemeinschaft mit Gott kann Er seinen Ratschluss offenbaren und seine Gedanken mitteilen.
Die Gemeinschaft mit Gott ist immer durch eine wechselseitige Beziehung gekennzeichnet. Im wei­teren Verlauf unseres Kapitels fin­den wir dies in anschaulicher Wei­se dargestellt. Zuerst redet Gott zu seinem Knecht durch den Prophe­ten Nathan (s. 2. Sam 7,5-17). Dann wendet sich David selbst im Gebet an Gott (s. 2. Sam 7,18-29). Beide Seiten sind mit großem Segen für den Glaubenden verbunden.

Gott wendet sich durch sein Wort an uns

Zuerst spricht Gott zu David: „So spricht der Herr: Solltest du mir ein Haus als meine Wohnung bauen?“ (2. Sam 7,5). Der Ausgangspunkt der Gemeinschaft mit Gott ist stets in Ihm selbst zu finden. Gott nimmt die Gemeinschaft mit dem Men­schen auf und offenbart sich in seinem Wort.
Er hatte David Ruhe verschafft und das war der Ausgangspunkt für den Wunsch Davids, Gott ein Haus zu bauen. Und jetzt tut Gott wie­der den ersten Schritt und sendet Nathan zu ihm. Das ist göttliche Gnade, die auch David erfahren durfte.

Der Inhalt der Botschaft Gottes

Doch was beinhaltete nun die Bot­schaft Gottes, die Nathan dem Kö­nig David überbrachte? Zunächst machte Gott durch die Worte Na­thans deutlich, dass nicht David Ihm ein Haus bauen sollte. Viel­mehr würde Gott selbst seinem Knecht David ein beständiges Haus bauen. Die folgenden Verse in 2. Samuel 7 zeigen, dass dies in Christus als wahrhaftigem Sohn Davids gesche­hen sollte, dessen Haus und Herr­schaft ewig Bestand haben wer­den. In der Gemeinschaft mit Gott lernte David also dessen ewigen Ratschluss über den kommenden Christus kennen – eine wirklich gewaltige Botschaft!
Bei alledem ist ein allgemein gülti­ger Grundsatz des Handelns Gottes mit den Menschen erkennbar: Zu­erst muss Gott alles für uns getan haben, bevor wir etwas für Ihn tun können. So musste auch David lernen, dass Gott zuerst ein Haus für ihn bauen würde, bevor er selbst (zumindest in vorbereitender Weise) tätig werden konnte.
Dasselbe Prinzip hat auch heute noch Gültigkeit: Alles, was wir für Gott hervorbringen dürfen, wurde zuvor schon durch seine Gnade in uns gewirkt. Es sind „die guten Werke, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Eph 2,10).

Die Art und Weise des Redens Gottes

Aber nicht nur dieser gewaltige In­halt, sondern auch die Art und Weise, wie Gott seine Gedanken mitteilt, ist bewundernswert: Zuerst knüpft Er an die vorhandenen Be­dürfnisse Davids an und nimmt dessen Situation zum Anlass, um dann seinen Ratschluss vorzustel­len. Dabei offenbart sich Gott im­mer ausgehend von unseren Be­dürfnissen und gemäß unserem geistlichen Zustand.
So bewirkt Gott auch heute noch durch sein Wort, dass ausgehend von unseren Bedürfnissen sein gan­zer Ratschluss in Bezug auf Chris­tus entfaltet wird. Er zeigt dem verlorenen Sünder seinen Rat­schluss in Bezug auf Christus und sein Erlösungswerk auf Golgatha. Das gerechtfertigte Kind Gottes wird weitergeführt und darf dann auch mit dem Ratschluss Gottes in Be­zug auf Christus und seine Ver­sammlung beschäftigt sein.

Wir wenden uns im Gebet an Gott

David jedenfalls war überwältigt von solch wunderbaren Mitteilun­gen und wandte sich nun selbst im Gebet an Gott. „Da ging der König David hinein und setzte sich vor dem Herrn nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher ge­bracht hast?“ (2. Sam 7,18).
Hierin kommt der wechselseitige Austausch in der Gemeinschaft mit Gott zum Ausdruck: Nachdem zu­erst Gott geredet hat, hört Er nun auf die Worte seines Knechtes. Das ist göttliche Gnade und Vorrecht zugleich!
Unter dem Eindruck der gehörten Offenbarungen Gottes sucht David nun mit dankbarem und demüti­gem Herzen das Gebet zu Gott. Diese Herzenshaltung Davids wird dadurch deutlich, dass er sich in seinem Gebet insgesamt zehnmal als „Knecht Gottes“ bezeichnet. Er war völlig bereit, dem Willen Got­tes gehorsam zu sein.
Diese nachahmenswerte Haltung verhalf David zu Kraft und Siegen auf seinem weiteren Weg. Wiederholt wird im folgenden Kapitel ge­sagt, dass „der Herr David überall half, wohin er zog“ (s. 2. Sam 8,6.14). Der Ausgangspunkt zu solch einem kraftvollen und segensreichen Wan­del ist die wechselseitige Gemein­schaft mit Gott im gehorsamen Aufnehmen seines Wortes und im Gebet.

Matthias Wölfinger

Du weißt, dass du eine Mama bist, wenn…

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… du dich im Bad einschließt, um ein paar ruhige Minuten zu haben.
… du im Supermarkt ohne Kind an der Kasse stehst und den Einkaufswagen (wie den Kinderwagen) vor und zurück schiebst.
… deine Spiegel und Fenster voller Patschehände-Abdrücke und keinen einzigen Tag am Stück sauber sind.
… du Schokolade heimlich isst, damit es kein Kind mitbekommt.
… dir Stille Angst macht.
… deine Wunderwaffe im Haushalt Feuchttücher sind.
… du zu jeder Zeit weißt, wo welches Spielzeug liegt.
… man am Ende des Tages nahezu nichts mehr von deiner Arbeit sehen kann.


So – oder so ähnlich – könnte es in jeder beliebigen Elternzeitschrift stehen. Doch die Mutter, die versteht, dass ihre Aufgabe an den Kindern Wert für die Ewigkeit hat, sieht es noch ganz anders!

Aber du weißt es auch, wenn…

… du mit deinen Kindern christliche Lieder singst – am Tisch, im Auto und sogar beim Einkaufen.
… du dir Zeit nimmst, ihnen Geschichten aus der Bibel vorzulesen – und wenn es fünfmal die gleiche ist.
… du für die Gesundheit, Bewahrung und das Wachstum deiner Kinder betest – sowohl für die körperliche als auch die geistliche Entwicklung.
… du zu Hause bist, um für die Kinder da zu sein.
… du deine eigenen Ziele und Träume zurückstellst oder sogar ganz für die Familie aufgibst.
… man am Ende des Tages nahezu nichts mehr von deiner Arbeit sehen kann – weil es Arbeit für die Ewigkeit ist. Menschen mögen sie nicht sehen, aber Gottes Auge bleibt sie nicht verborgen.

Eine ausweglose Situation – ER kann helfen!

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Dem Synagogenvorsteher Jairus war soeben die Nachricht überbracht worden: „Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du den Lehrer noch?“ (Mk 5,35). Wir stellen uns vor, wie sehr Jairus diese Worte in seinem Innern erschüttert haben müssen. Sein geliebtes Kind lebt nicht mehr. Er ist sprachlos. War denn sein Glaube umsonst gewesen?
Er hatte sich doch auf den Weg gemacht zu dem Herrn Jesus, dem zwar die religiösen Führer des Volkes so viel Verachtung entgegengebrachten, Ihn ab­lehnten, aber der sich doch „wohltuend und heilend“ in Liebe über Menschen erbarmte (s. Apg 10,38). Das hatte Jairus beobachtet und sich zu dem Herrn Jesus gewandt in dem Glauben: «Er kann auch meine Tochter heilen.»
Zu den Füßen des Herrn Jesus niederfallend, hatte er seine ganze Not vor Ihm ausgesprochen: „Mein Töchterchen liegt im Sterben; komm doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet werde und lebe“ (Mk 5,23). Und der Herr Jesus hatte sich sogleich auf den Weg gemacht: „Und er ging mit ihm…“ (Mk 5,24).

Hindernisse für den Glauben

Zwischendurch hatte Jairus beob­achten können, wie jene blutflüs­sige Frau, die nur den Zipfel seines Kleides anrührte, von ihrer schwe­ren Krankheit geheilt worden war. Er hatte die Worte Jesu gehört: „Tochter, dein Glaube hat dich ge­heilt; geh hin in Frieden, und sei ge­sund von deiner Plage“ (Mk 5,34).
Aber um Jairus war jetzt alles dun­kel geworden: Seine Situation war scheinbar hoffnungslos. Welch eine Glaubensprüfung!
Und zu diesem tief betrübten Vater spricht der Heiland die seinen Glau­ben stärkenden Worte: „Fürchte dich nicht; glaube nur“(Mk 5,36).

Eine aktuelle Botschaft

Ja, glaube nur! Das ist die Bot­schaft, die der Herr Jesus auch dir heute zuruft.
Deine Not ist Ihm bekannt. Du hast sie Ihm doch oft im Gebet und Fle­hen vorgetragen: Deine gesund­heitlichen Sorgen, die unlösbaren familiären Probleme oder die exis­tenzielle Not wegen deines Ar­beitsplatzes. Vielleicht quält dich auch eine andere ausweglose Situa­tion.
Du hattest keinen Zweifel: Gott hört mein Gebet. Aber jetzt? Wie soll es weitergehen?

Glauben trotz Hindernissen

Glauben heißt Vertrauen! Vertraue Ihm, dass Er helfen und aus dei­ner Notlage doch etwas Gutes her­vorbringen kann. Dass auch deine gegenwärtigen Umstände zum Gu­ten mitwirken müssen. Vielleicht kennst du die Liedstrophe, in der es heißt: Du kannst Ihm vertrauen in dunkelster Nacht, wenn alles verloren erscheint …

Unvorstellbare, nie endende Liebe

Und – kennst du deinen Herrn nicht besser als Jairus? Du weißt doch, dass Er der Sohn Gottes ist, der dich geliebt und sich selbst für dich hingegeben hat (s. Gal 2,20). Grö­ßere Liebe hat doch niemand, als derjenige, der sein Leben lässt für seine Freunde (s. Joh 15,13). Ist Er nicht für dich nach Golgatha ge­gangen, wo die Strafe zu deinem Frieden auf Ihm lag und dir durch seine Striemen Heilung wurde (s. Jes 53,5)? Konnte Er einen grö­ßeren Liebesbeweis erbringen?
Seine Liebe hörte nicht auf: Die Seinen, die in der Welt sind, – also auch dich – liebt Er bis ans Ende (s. Joh 13,1)!
Auch du bist der Gegenstand sei­ner Liebe und Fürsorge!

Gott hört immer!

Als aber Jesus das Wort reden hörte … spricht er …“ (Mk 5,36).
Als die Todesnachricht Jairus über­bracht wurde, hörte Er mit. Auch heute ist Er derselbe: Er hört alles, Er sieht alles, Er weiß alles (s. Ps 139). „Der das Ohr gepflanzt hat, sollte er nicht hören? Der das Auge gebildet, sollte er nicht sehen“ (Ps 94,9)? Er weiß auch um deine Sor­gen, um deine Ängste. Und deshalb gilt sein Wort auch dir: „Fürchte dich nicht; glaube nur“ (Mk 5,36).
Ehre Ihn doch durch rückhaltloses Vertrauen. In wie vielen Lebensla­gen hat Er dir bisher geholfen. Er hat dich getragen, „wie ein Mann seinen Sohn trägt“ (s. 5. Mo 1,31). Deshalb vertraue Ihm auch diesmal.

Glauben gegen jeden Verstand

Auch Abraham kann dir ein ein­drückliches Vorbild sein. Denn als jede Hoffnung auf Nach­kommen­schaft endgültig dahin war,

  • glaubte er gegen Hoffnung auf Hoffnung,
  • wurde er nicht schwach im Glau­ben,
  • blickte er nicht auf seine Unfä­higkeit, d.h. auf seinen alt gewor­denen Körper,
  • zweifelte er nicht an der Verhei­ßung Gottes, sondern wurde ge­stärkt im Glauben,
  • gab er Gott die Ehre und
  • war er der vollen Gewissheit, dass Er, was Er verheißen hatte, auch zu tun vermochte (s. Röm 4,18-21).

Staunen und danken

Nachdem der Herr Jesus das 12-jährige Mädchen aus den Toten auferweckt hatte, erstaunten Jai­rus und die Mutter des Kindes mit großem Erstaunen (s. Mk 5,42).
Staunen und Ihm danken werden auch wir, wenn wir erfahren:
Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen“ (Ps 46,2).
Furcht ist nicht in der Liebe, son­dern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Joh 4,18).

Friedhelm Müller

Hauptsache gläubig?

oben: © Sandra Knopp, fotolia.com, unten: © agongallud, fotolia.com

Als es für Isaak, Abrahams Sohn, an der Zeit war, zu heiraten, war es dem Vater wichtig, dass sein Sohn nicht irgend­eine Frau heiratete. Vor allem durfte es keine Kanaaniterin sein, also eine Frau aus dem Land, in dem er als ein Fremd­ling Gottes lebte. Für Abraham kam nur eine Frau aus seiner Verwandtschaft in Frage. Deshalb sandte er seinen Knecht, um mit Gottes Hilfe die geeignete Braut für Isaak zu finden.
Die Zeiten, in denen die Eltern den Ehepartner für ihre Kinder aussuchten, sind in unserem Land schon lange vorbei. Die Frage, ob und wie wir unsere Kinder auf ihrem Weg in die Ehe begleiten, ist für uns als Christen aber dennoch aktuell wie eh und je.

Ein mahnendes Beispiel

Zwanzig Jahre blieb die Ehe Isaaks und Rebekkas kinderlos. Es ist zu Herzen gehend, wie Isaak in dieser Zeit für seine Frau zu Gott betete (s. 1. Mo 25,21). Man erwartet ei­gentlich, dass er später auch seine Kinder und ihr Wohlergehen im Gebet vor Gott brachte. Aber hat er es getan?
Wir lesen in 1. Mose 26,34.35: „Und Esau war vierzig Jahre alt, da nahm er zur Frau Judith, die Tochter Bee­ris, des Hethiters, und Basmat, die Tochter Elons, des Hethiters. Und sie waren ein Herzeleid für Isaak und Rebekka.“
Wie konnte es dazu kommen?
Hat Isaak Esau denn nicht in den Ge­danken Gottes über die Ehe unter­wiesen, die er von seinem Vater Abraham gelernt hatte (s. 1. Mo 18,19)?
Hat er ihm nie erzählt, wie er und Rebekka einander kennengelernt haben?
Hat Isaak seinem Sohn nicht er­klärt, warum es Esaus Großvater Abraham so wichtig war, dass Isaak eine Frau aus seinem Land und seiner Verwandtschaft heiratete?
Hat der Vater Gott nicht um die rechte Ehefrau für Esau gebeten, so wie er zu Gott für seine kinder­lose Ehefrau gebetet hatte?
Wir lesen zumindest nichts davon in Gottes Wort. Ebenso wie wir nichts davon lesen, dass Isaak nach dem Willen Gottes fragt, als es Jahrzehnte später darum geht, den Segen Gottes vom Vater an den Sohn weiterzugeben (s. 1. Mo 27,1-4). Natürlich liegt es in der Verantwor­tung der Kinder, die Unterweisung und den Rat der Eltern im Herzen zu erwägen und zu befolgen (s. Spr 3,1.2). Aber wie sollen sie das tun, wenn wir sie nicht in die Gedanken Gottes einführen?

Ein verständlicher Wunsch

„Und Rebekka sprach zu Isaak: Ich verachte das Leben wegen der Töchter Heths; wenn Jakob eine Frau nähme von den Töchtern Heths, wie diese von den Töchtern des Lan­des, wozu nützt mir dann das Leben?“ (1. Mo 27,46).
Wir wissen aus dem biblischen Be­richt, dass es Rebekka vor allem darum ging, Jakob vor dem Zorn seines Zwillingsbruders Esau zu schützen. Doch dieser Wunsch ver­mischte sich sicher mit der Bitter­keit, die das Herzeleid wegen der Frauen Esaus im Herzen Rebekkas hervorgebracht hatte.
Isaak geht auf die Worte seiner Frau ein und sendet Jakob nach Pad­dan-Aram zu seinem Onkel, um sich aus dem Hause seiner Mutter eine Braut zu suchen.
Er verbindet damit ausdrücklich, dass Gott Jakob auf diesem Weg segnen solle. Und zwar einschließ­lich des seinem Großvater Abra­ham verheißenen Segens (s. 1. Mo 28,1-4).

Eine unabdingbare Voraussetzung

Den Wunsch Abrahams und Re­bekkas, für ihre Söhne eine Frau aus dem eigenen Heimatland und der eigenen Verwandtschaft zu fin­den, müssen wir selbstverständ­lich für uns heute auf geistliche Weise über­tragen.
Für diese Übertragung finden wir im zweiten Brief des Apostels Pau­lus an die Korinther einen wichti­gen Grundsatz, den wir in diesem Artikel auf die Wahl des Ehepart­ners anwenden wollen: „Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Un­gläubigen. Denn welche Genos­sen­schaft haben Gerechtigkeit und Ge­setzlosigkeit? Oder welche Ge­mein­schaft Licht mit Finsternis? Oder welches Teil ein Gläubiger mit ei­nem Ungläubigen?“ (2. Kor 6,14.15).[1]
Die Eheschließung eines Gläubigen mit einem Ungläubigen ist nicht nach den Gedanken Gottes! Gerade in der Zeit der Abfassung des Neu­en Testaments kam zwar häufiger der Fall vor, dass in einer Ehe der eine Partner zum Glauben an den Herrn Jesus kam und der andere noch nicht. Aber niemals sollte ein Gläubiger eine Ehe mit einem Un­gläubigen eingehen.
Wie wichtig ist es uns als Eltern, das unseren Kindern zu vermitteln, bevor sie sich aufmachen, um sich einen Ehepartner zu suchen?

Ein hohes Vorrecht

Es ist also von großer Bedeutung, dass wir unseren Kindern ans Herz legen, nach einem gläubigen Ehe­partner zu trachten. Aber ist das al­les: Hauptsache gläubig? Sollten wir uns als Eltern damit wirklich zufrie­den geben?
In seinem Brief an die Epheser zi­tiert der Apostel Paulus den wich­tigen Vers aus dem 1. Buch Mose: „Deswegen wird ein Mensch den Vater und die Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein“ (1. Mo 2,24, s. auch Eph 5,31).
In dem Zusammenhang, in dem der Apostel diese Worte zitiert, geht es ihm zwar nicht in erster Linie um Grundsätze der Eheschlie­ßung und des Ehelebens von Gläu­bigen. Dennoch besitzen sie eine hohe Strahlkraft für jeden Chris­ten, der sich mit dem Gedanken trägt, zu heiraten.
Denn der Apostel zeigt das hohe Vorrecht, das mit der Ehe verbun­den ist: „Dieses Geheimnis ist groß; ich sage es aber in Bezug auf Christus und auf die Versammlung“ (Eph 5,32).
Unsere Ehen dürfen ein Bild von Christus und seiner Versammlung sein. Das heißt, wenn die Men­schen um uns herum unsere Ehen beobachten, sollten sie etwas von der Liebe des Herrn zu den Seinen und von der innigen Verbindung, die zwischen ihnen besteht, sehen.

Eine heilige Pflicht

Jeder, dem der Herr Kinder anver­traut hat, hat deshalb nicht nur die Verantwortung, seinen Kindern die Tragweite dieses Vorrechtes vorzu­stellen. Es sollte uns vielmehr eine heilige Pflicht sein, dies nicht zu vernachlässigen.
Denn wie soll die herrliche Verbin­dung von Christus und seiner Braut für die Menschen um uns herum sichtbar werden, wenn der eine Ehepartner die Versammlungs­stun­den hier besucht und der andere an einem (nicht nur räumlich) an­deren Ort?[2]
Lasst uns als Eltern deshalb den Herrn bitten, dass Er uns zu Hilfe kommt, um unsere Kinder mit Ein­sicht und Einfühlungsvermögen mit den Gedanken Gottes über die Ehe und die Wahl des Ehepartners ver­traut zu machen. Es wird für Kin­der und Eltern zum Segen sein.

Stefan Busch


Fußnoten:


  1. Der Abschnitt in 2. Korinther 6 bezieht sich zu­nächst augenscheinlich nicht auf die Ehe, denn in diesem Abschnitt werden die Ermahnungen des Apostels mit der Aufforderung verbunden: „Geht aus ihrer Mitte hinaus“. Das ist bei einer einmal ge­schlossenen Ehe nicht nach Gottes Gedanken (s. Mt 19,6). Dennoch hat der Grundsatz, dass ein Gläubiger und ein Ungläubiger kein Teil miteinan­der haben, große Bedeutung im Blick auf die Wahl des Ehepartners!

  2. Der Artikel „Die Ehe – eine Einheit. Worin besteht sie?“ im folgenden Heft (3/2017) behandelt diesen Gedanken ausführlicher.

Persönliche Worte (Jesus lebt!)

In der allgemeinen Christenheit wird in diesem Monat wieder Ostern gefeiert. Viele verbinden das Fest mit Os­tereiern, Osterhasen und ähnlichen Dingen des Brauchtums und freuen sich auf ein paar freie Tage. Mehr als 20% der Bevölkerung unseres Landes wissen nicht mehr, dass Ostern etwas mit der Auferstehung zu tun hat.
Am Tag nach dem Sabbat, der auf das Passahfest folgte, feierte das Volk Israel das Fest der Erst­lingsgarbe. Sie brachten Gott die erste Garbe der neuen Gerstenernte (s. 3. Mo 23,9-14), die von dem Erstgeborenen aus den Toten, dem Herrn Jesus (s. Kol 1,18), spricht.
In dem Jahr, als der Herr Jesus starb, fiel das Passahfest auf einen Freitag. Am Samstag, dem Sab­bat, ruhte sein Leib im Grab. Am ersten Tag der Woche, dem Tag nach dem Sab­bat, dem dritten Tag, ist der Herr Jesus auferstanden, nach den Schriften. Das sogenann­te Osterfest ist also ein sehr altes Fest.
Es gibt den bekannten russischen Ostergruß "Christos woskrjes – waistinuwoskrjes" (Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden). Ich hoffe, dass die Freude, die in diesem Gruß liegt, auch unsere Herzen erfüllt. Interessant ist in diesem Zusam­menhang, dass das russische Wort für Sonntag “Woskresenje“ (Auferstehung) lautet. Und das ist selbst während der dunkelsten stalinistischen Zeit so geblieben.
Wir wollen nun einmal über einige gesegnete Folgen der Auferstehung des Herrn Jesus für die Gläubigen nachdenken.

  • Christus ist um unserer Rechtfertigung auferweckt worden (s. Röm 4,25). Wäre er nicht aufer­weckt worden, wären wir noch in unseren Sünden (s. 1. Kor 15,17). Durch die Auferweckung Jesu bezeugt Gott, dass das Werk seines Sohnes Ihn ganz befriedigt hat. Das Vorbild davon se­hen wir bei Abel, der das Zeugnis erhielt, dass er gerecht sei, indem Gott bestätigte, dass Er sein Opfer annahm (s. Heb 11,4)
  • Wir sind mit Christus gestorben und auferweckt, um in Neuheit des Lebens zu wan­deln und nach dem zu suchen, was droben ist (s. Kol 2,12; 3,1; Röm 6,3.4).
    In Schwierigkeiten steht uns die Kraft seiner Auferstehung zur Verfügung (s. Phil 3,10).
  • Sollten wir noch durch den Tod gehen, so werden auch unsere sterblichen Leiber le­bendig ge­macht werden, weil der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in uns wohnt (s. Röm 8,11).

Welche herrlichen Ergebnisse der Auferstehung des Herrn Jesus aus den Toten. Froh dürfen wir singen: „Jesus lebt! Er hat gesiegt“.

Horst Zielfeld

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