BleibtInMir

...denn außer mir könnt ihr nichts tun

Zeitschrift für die christliche Familie

Lasst die Kinder zu mir kommen

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Wir finden diese Begebenheit, in der der Herr Jesus diese Worte sagte, drei­mal: Matthäus 19, 13-15, Markus 10, 13-16 und in Lukas 18, 15—17.
Lukas, der Arzt, berichtet, dass es Säuglinge waren (siehe Fußnote).
Bei Markus, der so oft kleine Einzelheiten im Blick, im Ton oder in der Hand­lungsweise unseres Herrn berichtet, heißt es: „Und er nahm sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie". Hier wird ein sehr starkes Wort für „segnen" benutzt, das nur für diese Kinder verwendet wird und an sonst keiner anderen Stelle im Neuen Testament vor­kommt. Wir könn­ten es übersetzen: Er „segnete sie innig", und zwar eines nach dem ande­ren.
Als die Jünger diese Mütter energisch abwiesen, sagt uns Markus, dass der Herr sehr unwillig wurde (eigentlich: es nicht ertragen konnte). Wieder be­nutzt das Wort Gottes ein sehr starkes Wort, das auch „zornig, empört" be­deuten kann.
Der Herr Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht." Wir lesen im Neuen Testament sechsmal von ande­ren, dass sie unwil­lig oder zornig wurden: Die Jünger selbst bei mehr als einer Gelegenheit, die Pharisäer, der Synago­genvorsteher. Aber nur ein einziges Mal benutzte unser Herr dieses Wort, und zwar seinen eigenen Jüngern gegenüber, als sie ver­suchten, die Mütter, die ihre Kleiner zu Ihm bringen wollten, abzuweisen.
Wir alle sollten uns das sehr zu Herzen nehmen.

nach G.C. Willis

Amram & Jokebed - Vorbilder für christliche Eltern (Teil 2)

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Wir haben im vorigen Heft gesehen, dass das Beispiel der Eltern Moses uns eine Vielzahl von praktischen Hinweisen gibt, von denen wir als Eltern lernen können. Fünf Lektionen haben wir im ersten Teil gesehen:

  1. Ja sagen zu Kindern
  2. Kinder sind schön für Gott
  3. Eltern benötigen Glaubensvertrauen
  4. Eltern benötigen Glaubensenergie
  5. Kinder müssen geschützt werden

Jetzt wollen wir weitere fünf Lektionen anschauen:

Kinder müssen erzogen werden

Mose wurde im Haus des Vaters aufgezogen (s. Apg 7,20). Es ist un­erlässlich, dass wir unsere Kinder er­ziehen. Es ist unsere ausdrückliche Aufgabe. Ohne hier auf Details ein­zugehen, möchte ich sieben Punkte zum weiteren Nachdenken nennen:

  • Das Motiv jeder Erziehung muss die Liebe sein. Das ist das Motiv, mit dem Gott seine Kinder erzieht (s. Heb 12,6), und ein anderes Mo­tiv sollten wir nicht kennen. Wer sein Kind liebt, wird es für den Herrn erziehen und zugleich dafür Sorge tragen, dass sein Kind das lernt, was es für das Leben in die­ser Welt braucht.
  • Die Verantwortung zu erziehen liegt in erster Linie bei den Vätern (s. Eph 6,4). Es wäre jedoch son­derbar, wenn die Mutter dabei nicht unterstützen würde. In der Regel hat die Mutter sogar – zu­mindest in den ersten Lebensjah­ren – den größeren Anteil daran, weil sie mehr Zeit mit dem Kind verbringt.
  • Erziehung beginnt sehr früh. Der Text in Apostelgeschichte 7 er­wähnt ausdrücklich die ersten drei Monate. Die erste Lebensphase prägt ein Kind entscheidend und was wir dort versäumen, können wir später kaum nachholen. Den­noch bleibt es eine Daueraufgabe, bis wir das Kind in die Eigenstän­digkeit entlassen.
  • Erziehung ist eine „Hausaufgabe“. Mose wurde „im Haus“ erzogen. Gemeint ist, dass wir unsere Kin­der tatsächlich in erster Linie zu Hause erziehen und nicht in der Öffentlichkeit. Es mag besondere Situationen geben, doch die Regel ist, dass Erziehung etwas ist, das im Verborgenen des Hauses ge­schieht und die Öffentlichkeit nichts angeht.
  • Die beiden großen Grundsätze der Erziehung sind Zucht und Er­mahnung (s. Eph 6,4) – und zwar möglichst im Gleichgewicht. Zucht bedeutet, dass wir Verkehrtes ab­stellen. Zucht hat mit Korrektur zu tun. Ermahnung (Motivation) be­deutet, dass wir dem Kind den richtigen Weg zeigen. Das eine – Zucht – ist eher negativ. Das ande­re – Ermahnung – ist positiv. Jede gute Pädagogik beruht auf diesen beiden Grundsätzen. Gott erzieht seine Kinder übrigens nicht anders.
  • Es besteht – besonders für Väter – die Gefahr, dass wir es mit der Er­ziehung übertreiben. Deshalb warnt uns die Bibel davor, unsere Kinder nicht zum Zorn zu reizen (s. Eph 6,4). Zum Zorn reizen wir ein Kind z. B. dann, wenn wir über­zogene Forderungen stellen, wenn wir zu streng sind, oder wenn Wort und Tat bei uns nicht übereinstim­men.
  • Jede Erziehung hat ein Ziel, das wir nicht aus dem Auge verlieren soll­ten. Gott erzieht uns zielorien­tert (s. Heb 12,10). Erzie­hung hat einen Nutzen. Wir erzie­hen unse­re Kin­der beson­ders dafür, dass sie einmal den Herrn Jesus als ihren Hei­land an­nehmen und brauch­bare Werkzeu­ge in der Hand des himmli­schen Meisters wer­den.
,,Wir erziehen unsere Kinder besonders dafür, dass sie einmal den Herrn Jesus als ihren Heiland annehmen.“


Kinder müssen genährt werden

Jede Mutter weiß, dass ein Baby Nahrung braucht. Damals gab es kein Milchpulver und keine aufgewärmte Milch, sondern Jokebed musste ihren Säugling stillen. Sie gab ihm das Beste, was sie hatte, nämlich die gute Muttermilch. Viermal ist in dem kurz­en Bericht in 2. Mose 2 vom „Stillen“ die Rede.
Die Unterweisung für uns liegt auf der Hand. Neues Leben braucht Nahrung um sich entwickeln zu kön­nen. Das gilt im Natürlichen wie im Geistlichen. Dass Mütter ihre Kinder mit natürlicher Nahrung versorgen, ist (in der Regel) normal. Doch die Frage lautet: Welche geistliche Nah­rung muten wir unseren Kindern zu? Füttern wir sie mit dem, was die Medien hergeben oder nähren wir sie mit dem Wort Gottes? Eine stil­lende Mutter gibt das weiter, was sie selbst ver­arbeitet hat. Das ist kein Fastfood und keine aufgewärm­te Nahrung aus der Mikrowelle, son­dern etwas, das im Inneren ge­bildet worden ist. Genau das ist die gute geistliche Nahrung für unsere Kinder. Es ist das Wort Gottes, die vernünf­tige und unverfälschte Milch (s. 1. Pet 2,2). Aber Achtung: Art und Menge müs­sen dem Alter und dem Wesen des Kindes angepasst sein. Überfütte­rung schadet ebenso wie Unterer­nährung.

Eltern prägen Kinder

Mose war nicht sehr lange im Haus seiner Eltern. Sie hätten ihn sicher gerne länger bei sich gehabt. Doch der Tag kam, an dem der kleine Mose das Elternhaus verlassen muss­te und in eine völlig andere Atmo­sphäre am Hof des Pharaos eintrat. Mit welchen Augen wird die Mutter ihn angesehen haben, als er das el­terliche Haus verließ? Alles, was er jetzt hörte und lernte, würde ganz anders als zu Hause sein. Alles war fremd. Es hatte nichts mit dem wah­ren Gott zu tun. Doch jetzt zeigt sich, was eine gute Erziehung ausmacht. Mose durchlief den Ausbildungspro­zess dieser Welt. Er lernte die Weis­heit der Ägypter kennen. War damit alles verloren, was er zu Hause auf­genommen hatte? Man hätte es er­warten können. Doch es war ganz anders. Die Prägung des Elternhau­ses hat ihn begleitet. Und als es dar­auf ankam, stand Mose auf der rich­tigen Seite und traf richtige Entscheidun­gen. Mutige Eltern prägen mutige Kinder. Amram und Jokebed fürchte­ten den Pharao nicht und von Mose lesen wir ausdrücklich, dass auch er die Wut des Königs nicht fürchtete und standhaft aushielt, als sähe er den Unsichtbaren (s. Heb 11,27).
Was nehmen unsere Kinder mit, wenn sie mit der Welt in Berührung kommen? Der erste Schultag kommt. Der Wechsel in eine weiterführende Schule ebenso. Irgendwann steht die berufliche Ausbildung oder die Im­matrikulation an einer Hochschule an. Was haben unsere Kinder dann von Haus aus mitbekommen? Sind wir glaubensmutige Eltern, die glaubens­mutige Kinder prägen? Oder gehören wir vielleicht zu den Eltern, die von ihren Kindern mehr verlangen, als sie selbst zu leisten bereit sind? Wir wol­len diesen Fragen nicht aus­weichen.

Kinder sind geliehenes Glück

Auch das liegt in der Geschichte von Mose verborgen. Amram und Joke­bed haben Mose eine kurze Phase seines Lebens begleitet und geprägt. Dann verließ er das Elternhaus und kehrte nicht mehr zurück. Er hat sei­ne eigene Geschich­te ge­schrieben. Er war ein Werkzeug in Gottes Hand. Weitere Aktivitä­ten der Eltern wer­den nicht berich­tet – aber Gott selbst hat ihnen im Neuen Testa­ment ein Denkmal ge­setzt.
Vergessen wir es nicht: Kinder sind geliehenes Glück. Wahrscheinlich ha­ben wir sie länger im Haus als Am­ram und Jokebed. Wahrschein­lich ver­lassen sie das Haus der Eltern auch nicht für immer, sondern keh­ren ab und zu zurück. Und doch geben wir sie irgendwann in die Selbst- und Eigenständigkeit ab.
Gott will das so und es ist gut so. Wir können sie nicht festhalten und wir sollten das auch nicht versu­chen. Was immer bleibt, sind die Gebete, die unsere Kinder beglei­ten. Die wichtige Lektion, die darin für uns liegt, ist die, dass wir die kurze Zeit nutzen, die Gott uns ge­meinsam mit unseren Kin­dern gibt.

Gott belohnt

In Hebräer 11,6 lesen wir: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist“. Diesen Vers kannten Amram und Jo­kebed noch nicht, doch sie haben es erlebt. Nachdem Mose 40 Jahre in Midian „verschwun­den“ war, er­scheint er plötzlich als der von Gott gegebe­ne Retter für sein Volk. Die Tochter des Pharaos hatte ihn einst „Mose“ genannt, d. h. „aus dem Wasser ge­zogen“. Sie konn­te nicht wissen, dass er derjenige sein würde, den Gott benutzte, um sein Volk „aus dem Wasser zu ziehen“. Am­ram ist 137 Jahre alt geworden (s. 2. Mo 6,20), d. h. es ist sehr wahrscheinlich, dass er den Auszug aus Ägypten unter der Leitung sei­nes jüngsten Sohnes mit­erlebt hat. Ob Jokebed mit dabei war? Ich möchte es gerne anneh­men. Welch ein Lohn für das, was die Eltern in der frühen Kindheit an Mose getan haben.
In Hebräer 6,10 lesen wir, dass Gott nicht ungerecht ist, unser Werk zu vergessen. Der Zusammenhang ist anders, aber wir wollen es einmal anwenden auf das, was wir – wenn­gleich sehr schwach und unvollkom­men – an unseren Kindern tun. Vielleicht lässt Gott uns den Lohn hier schon sehen. Ganz sicher aber einmal am Richterstuhl des Christus, wo jeder seinen Lohn von Gott bekommt.

Ernst-August Bremicker

Erzählen – lehren – befehlen (Teil 2)

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Im letzten Heft haben wir uns etwas näher mit der ersten von drei Stellen im 5. Buch Mose beschäftigt, in der Mose das Volk Israel aufforderte, mit seinen Kindern über das Wort Gottes zu reden und es ihnen einzuschärfen.
Die zweite Stelle, die wir uns in diesem Heft etwas genauer ansehen möchten, finden wir in 5. Mose 11: „Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele legen und sie zum Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern zwischen euren Augen sein. Und lehrt sie eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; und schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore, damit eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren in dem Land, das der Herr euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde“
(V. 18-21).

Der Auftrag: unsere Kinder das Wort Gottes lehren

Diese zweite Stelle unterscheidet sich kaum von der ersten. Der wesentli­che Unterschied zu 5. Mose 6 ist, dass das Volk seine Kinder das Wort Gottes lehren soll, und nicht „nur“ erzählen und einschärfen.
Oberflächlich gelesen klingt dieser Auftrag danach, bei den Kindern ver­standesmäßiges Wissen aufzuhäufen. Doch es geht um mehr. Das geht aus der ersten Stelle hervor, in der das hier mit „lehrt“ übersetzte Wort in der Bibel vorkommt: „Und nun, Is­rael, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich euch zu tun lehre“ (5. Mo 4,1).
Und in Vers 5 des gleichen Kapitels heißt es: „Siehe, ich habe euch Sat­zungen und Rechte gelehrt, so wie der Herr, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr so tut inmitten des Lan­des, wohin ihr kommt, um es in Be­sitz zu nehmen.“ In beiden Versen wird das, was gelehrt wurde, in di­rekte Verbindung damit gebracht, es zu tun.[1]
Für uns heute bedeutet das, unseren Kindern das Wort Gottes so zu er­klären, dass sie dessen Sinn verste­hen und es in ihrem Leben ihrem Alter entsprechend in die Tat umset­zen können. Wenn wir früh genug damit beginnen, wird sich auch darin bewahrheiten, was wir in Sprüche 22,6 finden: „Erziehe den Knaben seinem Weg entsprechend; er wird nicht davon weichen, auch wenn er alt wird.“
Dabei ist es unerlässlich, sie nicht zu überfordern, aber auch nicht zu un­terfordern.
Entscheidend ist auch, es ihnen nicht „einzutrichtern“. Vielmehr benötigen unsere Kinder Hilfe­stellung, um zu einer eigenen, gefestigten Glau­bensüberzeugung zu gelangen.

Die göttliche „Lehranweisung“

Natürlich sind nicht alle Väter lehr­fähig (s. 1. Tim 3,2). Ebenso ist es unbestritten, dass es schon in den alltäglichen Dingen nicht jedem leicht fällt, etwas zu erklären.
Doch Gott gibt uns nicht nur einen Auftrag, Er sagt uns auch, wie wir ihn erfüllen können. „… lehrt sie …, indem ihr davon redet“, heißt es in Vers 19 unseres Abschnittes. Und auf dieses „indem ihr davon redet“ fol­gen dann wieder vier Zeiten oder Bereiche, in denen es geschehen soll:

  • „wenn du in deinem Haus sitzt“
  • „wenn du auf dem Weg gehst“
  • „wenn du dich niederlegst“
  • „wenn du aufstehst“

„Davon reden“ meint für uns heute mehr als „nur“ einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen. Gemeint ist aber auch nicht, dass der Vater den Kin­dern einen Lehrvortrag hält.
Es geht vielmehr darum, dass die Worte Gottes, wie selbstverständ­lich, zum Leben gehören und je­den Bereich prägen. In der Über­tragung auf uns gehört dazu, sich mit den Kindern über das Gele­sene auszut­auschen. Eltern können durch geeig­nete Fragen erkunden, was sich die Kinder darunter vorstel­len und was sie vom Sinn der Bibel­verse schon verstanden haben, um sie dann be­hutsam tiefer in die Gedan­ken des Wortes Gottes einzufüh­ren.
Zugleich erinnern uns diese vier Punkte daran, dass die Unterweisung unserer Kinder eine alle Lebensbe­reiche umfassende Aufgabe ist, die Zeit und Energie erfordert.

Das göttliche Hilfsangebot

Gott gibt uns nicht nur eine Lehran­weisung. Er macht uns in seiner Gna­de außerdem ein Hilfsangebot, das wir gerade auch dann in An­spruch nehmen dürfen, wenn es darum geht, unsere Kinder das Wort Gottes zu lehren: „Wenn aber je­mand von euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm ge­geben werden“ (Jak 1,5).
Trotz aller guten Vorsätze wird alles Reden und Erklären nutzlos bleiben, wenn wir es nicht zugleich auch zu einem Gebetsanliegen machen. Bit­ten wir Gott deshalb einerseits um Weisheit, sein Wort kindgerecht er­klären zu können. Bitten wir zugleich aber auch darum, dass Er unseren Kindern Interesse an der Bibel und das richtige Verständnis für sein Wort schenkt.

Lasse ich mich belehren?

Unabhängig davon, wie gut wir et­was erklären können, ist das Vorbild der Eltern auch hier die wirksamste Lehrmethode. In dem Maß, wie die Kinder beobachten können, dass ihr Vater und ihre Mutter mit Eifer und Interesse danach streben, das Wort Gottes immer besser zu verstehen und dann auch ihr Leben danach auszurichten, erhalten die Kinder so­zusagen Anschauungsunterricht.
Das ist auch deshalb bedeutsam, weil ich anderen nur das erklären kann, was ich selbst verstanden habe. Den Hebräern musste gesagt wer­den: „Denn obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein müsstet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aus­sprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig ha­ben und nicht feste Speise“ (Heb 5, 12). Es wäre schade, wenn das auch auf uns als Eltern zutreffen würde.
So wichtig und richtig es ist, jeden Tag die Bibel zu lesen, aber lasst uns deshalb nicht beim bloßen Lesen stehen bleiben. Nehmen wir uns auch die Zeit, darüber nachzuden­ken und den Sinn dessen zu erfor­schen, was wir gelesen haben!

Von wem lasse ich mich belehren?

„Mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten“ (Ps 32,8). Diese Zusage hatte Gott schon David gegeben. Im Neuen Testament wird uns berich­tet, dass der Herr Jesus seinen Jün­gern den Heiligen Geist für die Zeit nach seinem Tod am Kreuz von Gol­gatha, seiner Auferstehung und Him­melfahrt ankündigt. „Wenn aber je­ner, der Geist der Wahrheit, ge­kommen ist, wird er euch in die ganze Wahr­heit leiten“, sagte der Herr Jesus selbst seinen Jüngern in jener denk­würdigen Nacht, in der Er überliefert wurde (Joh 16,13).
Sich von Gott in seinen Gedanken unterweisen zu lassen – auch darin ist der Herr unser großes Vorbild. „Er weckt jeden Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie sol­che, die belehrt werden“, heißt es voraus­schauend auf Ihn in Jesaja 50,4.
Um uns in der Wahrheit des Wortes Gottes zu unterweisen, nutzt der Heilige Geist auch gute Bücher oder Vorträge begabter Brü­der. Machen wir reichlich Gebrauch davon.

Wann lasse ich mich belehren?

Auch in dieser Frage ist der Herr unser Vorbild. In Jesaja 50,4 haben wir gelesen, dass Er sich „jeden Morgen“ das Ohr öffnen ließ.
Für den, der morgens um sechs be­reits in der Fabrikhalle stehen oder seine Schicht im Altenheim begin­nen muss, ist es natürlich viel schwieriger, diesem Vorbild nachzu­eifern, als für den, der erst um acht im Büro sein muss. Auch für Mütter ist das eine Herausforderung, wenn morgens das Frühstück zubereitet werden muss, damit die Kinder rechtzeitig fertig sind, um in die Schule zu gehen.
Außerdem ist nicht jeder zu jeder Tageszeit gleich aufnahmefähig. Dem einen fällt das morgens leichter, an­deren später am Tag, vielleicht sogar erst abends.
Deshalb soll hier auch kein Gesetz aufgestellt werden, wann in der Bi­bel gelesen und darüber nachge­dacht werden muss. Jeder Christ darf und muss sich vom Herrn die für ihn geeignete Zeit dafür zeigen lassen.
Trotzdem gilt es zu bedenken, dass es im Lauf des Tages immer schwie­riger wird, die Bibel zu lesen und darüber nachzudenken, bzw. die nö­tige Ruhe zu finden, wenn wir uns nicht eine feste Zeit dafür reservie­ren. Das muss nicht unbedingt eine feste Uhrzeit sein, aber mindestens ein fester Platz innerhalb des Tages­ablaufs.
„Wer will, findet Möglichkeiten.“ Das stimmt mit Sicherheit auch für das tägliche Bibelstudium.

Kindgerechte Belehrungen

„Wenn du es den Kindern erklären kannst, verstehen es die Erwachse­nen“, sagte einmal ein erfahrener alter Bruder zu einem jungen Famili­envater.
Wenn wir unsere Kinder im Wort Gottes unterweisen, es ihnen vor­stellen und erklären möchten, so werden wir uns daran orientieren, was sie erfassen und verstehen kön­nen. Wir werden dann zum Beispiel mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, nicht den ganzen Pro­pheten Hesekiel durchgehen oder mit ihnen die Gerichte der Drangsalszeit besprechen wollen.
Stattdessen werden wir Abschnitte aus der Bibel lesen, die ihrem Alter entsprechen und auch nur altersge­mäße Belehrungen damit verbin­den. Wir werden dann kurze Ab­schnitte lesen, die die Kinder behalten kön­nen und unter denen sie sich auch etwas vorstellen können. Es gibt für jedes Alter so viele gut geeignete Bi­belstellen, dass uns die Themen mit Sicherheit nicht ausgehen werden.

Keine Alles- oder Besserwisser

Als Eltern müssen wir nicht jede Fra­ge unmittelbar beantworten können. Gerade wenn die Kinder schon etwas älter sind, ist es gut und wichtig, wenn sie erleben, dass Papa und Mama auch nicht immer sofort auf alles eine Antwort haben. Eine Frage nicht beantworten zu können, sollte andererseits natürlich auch nicht der Normalfall sein.
Das Eingeständnis, sich selbst erst einmal mit dieser Frage beschäfti­gen zu müssen und in der Bibel nach einer Antwort zu suchen, ist keine Schwäche. Im Gegenteil, es wird das Vertrauen der Kinder in die Eltern stärken.
Denn dass Papa sich selbst erst ein­mal schlau macht, zeigt ihnen, dass sie mit ihrer Frage ernst genommen werden. Dadurch wird zugleich ihre Bereitschaft steigen, die folgende Erklärung auch zu akzeptieren und zu befolgen, denn sie erkennen daran, dass auch die Eltern bereit und be­strebt sind, sich aus dem Wort Got­tes belehren zu lassen und dass es das ganze Leben hindurch notwen­dig ist.
Wichtig ist auch, dass die Kinder nicht zu lange auf eine Antwort war­ten müssen. Wenn Wochen und Mo­nate darüber verstreichen, erinnern sie sich womöglich nicht mehr an ihre Frage. Viel schlimmer wiegt je­doch, dass übermäßiges Warten auf eine Antwort sie über kurz oder lang entmutigen wird, weitere Fragen zu stellen. Sie werden dann auch das Interesse verlieren, sich weiter aus Gottes Wort belehren zu lassen.
Ging es im ersten Abschnitt darum, den Kindern das Wort Gottes zu erzählen und es ihnen einzuschär­fen, stand in diesem Heft die Auffor­derung im Vordergrund, den Kindern das Wort Gottes zu erklären.
Im dritten und letzten Abschnitt in 5. Mose, der dem Volk Israel das Wort Gottes besonders aufs Herz bindet, legt Mose den Schwer­punkt auf einen weiteren Aspekt: Das Volk sollte seinen Kindern das Wort Gottes befehlen.
Falls der Herr uns noch solange hier auf der Erde lässt, möchten wir uns im nächsten „Bleibt in mir“-Heft ein­gehender mit diesem Abschnitt beschäftigen und sehen, welche Im­pulse für uns heute darin liegen, wenn wir unseren Kindern das Wort Gottes wertvoll machen und ins Herz pflanzen möchten.

Stefan Busch

,,Bitten wir Gott darum, dass Er unseren Kindern Interesse an der Bibel und das richtige Verständnis für sein Wort schenkt!“

Fußnoten:

  1. In 1. Chronika 25,7 und Lied der Lieder 3,8 wird dieses Wort mit „geübt“ übersetzt und in Hosea 10,11 mit „gewöhnt“. In beiden Worten steckt im Deutschen auch der Gedanke, sich etwas durch re­gelmäßiges Wiederholen so anzueignen, dass man es lernt und anwenden kann.

Personensuche: Priester der Bibel

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  1. Welcher Priester sandte seinen dienstbereiten Knaben mehrfach wieder fort?
  2. Auf welchen Priester musste das Volk warten, weil er ein Gesicht gesehen hatte?
  3. Welcher Priester wurde in einem Grab der Könige begraben?

1: Eli (1. Samuel 3)
2: Zacharias (Lukas 1)
3: Jojada (2. Chronika 24)

David und sein Haus (Teil 1)

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Zweimal spricht David von seinem Haus. Einmal in seinem Gebet zu Gott, nachdem Gott ihm durch Nathan, den Propheten, hatte mitteilen lassen, dass er Gott kein Haus bauen solle, aber Gott ihm ein Haus bauen würde. Das andere Mal in seinen letzten Worten am Ende seines Lebens.
Über die ersten Worte des Gebets und die letzten Worte wollen wir jetzt nachdenken, wobei wir uns vor Augen halten müssen, dass zwischen den beiden Äußerungen der tiefe Fall und die Wiederherstellung Davids liegen.

Der Anfang des Gebets Davids (2. Sam 7,19)

David setzte sich vor dem Herrn nieder. Das war keine Respektlosig­keit, sondern der Ausdruck inniger Gemeinschaft und tiefen Vertrauens. Mit den Worten „Wer bin ich Herr, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“, beginnt David sein Gebet.
Wie weit denkt David wohl zurück? Für uns beginnt ja seine Ge­schichte oft damit, dass Samuel ihn zum König salbte. Aber hatten die Begeg­nungen mit dem Bären und dem Löwen, in denen Gott ihm ge­holfen hatte, nicht vorher statt­gefunden?
Und vielleicht denkt er sogar noch weiter zurück. In Psalm 139 sagt er: „Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle ein­geschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war“ (V. 16).
Gott hatte ihn nicht nur von den wilden Tieren errettet, Er hatte ihm auch den Sieg gegen Goliath ge­schenkt, hatte ihn bewahrt, als Saul ihn verfolgte, Er hatte ihn letztend­lich zum König über Israel gesetzt, Er hatte ihn Jerusalem erobern las­sen und erst vor kurzem einen zwei­fachen Sieg gegen die Philister ge­schenkt.
Ja, Gott hatte ihn von der Weide ge­nommen, hinter dem Kleinvieh weg, damit er Fürst sein sollte über sein Volk und Er war überall mit ihm ge­wesen (s. 2. Sam 7,8.9). David war sich der Richtigkeit der Worte Got­tes durch Nathan zutiefst bewusst. Alles war Gnade, nichts war verdient.

Wer bin ich?

Auch wir sollten uns einmal vor Gott hinsetzen und Ihm sagen: „Wer bin ich?“. Wir wurden zwar nicht von der Weide genommen, aber die Bi­bel sagt uns, dass wir kraftlos wa­ren. Und nicht nur das, wir wa­ren gottlose, Sünder, ja sogar Feinde Gottes, als Gott in seiner Liebe Christus für uns sterben ließ (s. Röm 5,6-10).
Aber David sagt nicht: „Wer war ich?“, sondern „Wer bin ich?“. Selbst wenn wir dem Herrn seit unserer Bekeh­rung treu gedient hätten – und wer würde das von sich behaupten? – so müssten wir doch sagen: „Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren“ (Lk 17,10).

Was ist mein Haus?

David fügt dem „Wer bin ich?“ noch hinzu „Was ist mein Haus?“. Zu die­sem Zeitpunkt lagen die großen Nöte im Haus Davids noch vor ihm, aber die traurige Erfahrung mit Michal lag noch nicht lange zurück (s. 2. Sam 6,16.20-23).
David und seine Frauen – das ist ein trauriges Kapitel: Zuerst wollte Saul ihm seine älteste Tochter Merab ge­ben, falls er gegen die Philister kämpft. Schließlich wurde sie doch einem an­deren gegeben (s. 1. Sam 18,17-19). Für 200 erschlagene Philister erhielt David dann die jüngere Tochter Michal, die Zuneigung zu David hatte und anfangs auch zu ihm hielt, aber seine Ver­werfung dann nicht mit ihm teilte (s. 1. Sam 18, 20-28; 19,11-17).
Dann lesen wir, dass David Abigail, die Witwe Nabals, zur Frau nimmt. Fast wie nebenbei erfahren wir noch, dass er auch Achinoam von Jisreel zur Frau genommen hatte, und dass Saul Michal, ebenso wie Merab, ei­nem anderen Mann gegeben hatte (s. 1. Sam 25,39-44). Um dem Gan­zen die Krone aufzusetzen, zwingt David Isboseth, den jüngsten Sohn Sauls, Michal diesem Mann wieder wegzunehmen und zu ihm zurück­zubringen. Wie wenig dies alles Got­tes Gedanken entspricht, können wir den Worten des Herrn Jesus ent­nehmen (s. Mt 19,3-9).
In Deutschland ist die Vielehe ge­setzlich verboten. Insofern ist die Si­tuation Davids nicht ohne weiteres in unsere heutige Zeit übertragbar. Aber sind vergleichbare Verhältnisse in der uns umgebenden einst „christli­chen“ Welt nicht doch zunehmend an der Tagesordnung?
Denken wir doch nur einmal an die vielen Ehen, die auseinander ge­hen. Neue Partner werden ge­wählt und auch Hurerei und Ehe­bruch werden mehr und mehr toleriert, anstatt dies so zu beurteilen, wie Gott sie beur­teilt.
Wenn nun jemand sich durch die Gnade Gottes aus einem solchen Umfeld bekehrt, dann hat Gott einen Weg auch für ihn. Aber für alle, die verheiratet sind und in nor­malen ehe­lichen Verhältnissen leben, muss die­ser Teil der Geschichte Da­vids eine Warnung sein. Gott hat Adam eine Frau gegeben und er will, dass die Ehe geehrt ist in allem (s. Heb 13,4). Möge der Herr uns vor einem ersten falschen Schritt be­wahren.

Bis hierher gebracht

Nachdem David darüber nachge­dacht hat, wer er ist und was sein Haus ist, spricht er voller Erstaunen darüber, dass Gott ihn bis hierher gebracht hat. Er stellt fest, dass das alles unverdient ist und einfach der Treue Gottes und seinem liebenden Herzen zu verdanken ist (s. 2. Sam 7,21).
Dürfen wir nicht auch angesichts al­ler Schwachheit und manchen Ver­sagens unsererseits in Bewun­derung und Dankbarkeit den Herrn dafür preisen, dass Er uns bis hierher ge­bracht hat? Wir dür­fen Ihm auch weiterhin vertrauen, Er lässt uns nicht auf halbem Weg ste­hen, sondern wird uns völlig erretten (s. Heb 7,25).
Ein „bis hierher“ in diesem Sinn fin­den wir noch zwei­mal in der Schrift.
Zum einen spricht Mose davon zu dem Herrn, der das Volk züchtigen will, weil es, entmutigt durch die Kundschafter, wieder einmal schreit, weint und murrt. Er sagt: „Vergib doch die Ungerechtigkeit dieses Vol­kes nach der Größe deiner Güte und so, wie du diesem Volk verziehen hast von Ägypten an bis hierher“ (4. Mo 14,19)!
Gott hat uns nicht nur bis hierher gebracht, Er hat uns auch bisher immer wieder vergeben, wenn wir Ihm unsere Sünden bekannt haben (s. 1. Joh 1,9).
Zum anderen ist es Samuel, der nach einem Sieg über die Philister einen Stein aufrichtet, ihm den Na­men „Eben-Eser“ (d. h. „Stein der Hil­fe“) gibt und spricht: „Bis hierher hat uns der Herr geholfen“ (1. Sam 7,13). Dem Sieg gegen die Philister war eine Beugung und Reinigung des Volkes vorausgegangen (s. 1. Sam 7,2-4).
Wenn wir von Ihm abgewichen sind, ist es seine Gnade, die Übungen in unser Le­ben bringt. Wir müssen dann innehalten und die Sache mit Gott ordnen. Dann wird Er uns in der Übung zur Seite stehen und wir dürfen seine Hilfe erfahren.
Im nächsten Heft möchten wir uns dann mit den letzten Worten Davids beschäftigen.

Horst Zielfeld

Was gut ist (Micha 6)

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In Micha 6 finden wir den interessanten Vers, dass der Herr mitteilt, was gut ist. Das ist eine wichtige Orientierung für unser eigenes Leben und zugleich Hilfestellung für die Erziehung unserer Kinder. Das, was der Herr seinen „Kindern“ mitteilt, dürfen wir neu als Ansporn nehmen, es selbst auch unseren Kindern weiterzugeben.

Der Zusammenhang im Propheten Micha

In Micha 6 hat der Herr einen Rechtss­treit mit seinem Volk. Nach­dem Er sich an das Herz und an das Gewissen seines Volkes gewandt hat, findet Er in einem Überrest solche, die Ihm Antwort geben. Sie verstehen, dass sie selbst gar nichts bringen können, um Gott zufriedenzustellen. Darauf­hin antwortet der Prophet diesem Überrest mit unserem Vers.
Das macht deutlich, dass dieser Vers sich an solche richtet, die verstan­den ha­ben, dass sie nicht durch ei­genes Tun vor Gott bestehen kön­nen. Nur durch den Glauben kann man Gott nahen und von Ihm ange­nommen werden. Wir heute dürfen auf das vollbrachte Werk des Herrn Jesus am Kreuz auf Golgatha schau­en und Ihn im Glauben anneh­men. Dann schenkt Gott uns Verge­bung. Dann gibt Er das neue Leben. Und dieses Leben wird sich zeigen. Es zeigt sich in ge­nau den drei Punk­ten, die unser Vers vorstellt.

Recht üben

Ein Leben in praktischer Gerechtig­keit ist ein Leben, das in Überein­stimmung ist mit Gott. Unser Gott ist gerecht und wer seinen Gedanken entsprechend lebt, der übt Recht, der lebt in praktischer Gerechtigkeit.
Das schließt ein, Gottes Gedanken zu kennen. Es schließt ein, seine Be­urteilung über die Dinge um uns herum zu kennen und zu teilen. Das führt dazu, dass wir über alles so denken, wie Gott darüber denkt, und entsprechend handeln. Dann üben wir Recht. Und das ist genau das, was das neue Leben will. Es liebt Gott und hält seine Ge­bote (s. 1. Joh 5,2).
Eines der moralischen Merkmale des Reiches Gottes ist Gerechtig­keit (s. Röm 14,17). Diese praktische Ge­rechtigkeit ist ein Kennzei­chen derer, die sich der Herrschaft Gottes im Le­ben unterordnen. Und das ist etwas, das gut ist und zum Nutzen – so­wohl zu unserem eigenen als auch dem unserer Um­gebung. Darin dür­fen wir unseren Kindern ein Vorbild sein und dazu dürfen wir sie anhal­ten. Es wird auch für sie zum Guten sein.

,,Das neue Leben liebt Gott und hält seine Gebote.“


Güte lieben

Zwei Merkmale der Frucht des Geistes in Galater 5 sind Freundlich­keit und Gütigkeit. Sie entspringen dem neuen Leben, das Gott ge­schenkt hat, denn Er selbst ist gütig und es gefällt Ihm, gütig zu sein (s. Mich 7,18b).
Uns selbst und unseren Kindern wird suggeriert, dass Freude an Gewalt und Unmoral normal seien. Darauf sind die meisten Filme, viele Com­puterspiele und auch Nachrichten aufgebaut. Doch an Gewalt und Un­moral hat nur die sündige Natur des Menschen Freude. Als solche, die das neue Leben haben, dürfen wir Güte lieben. Und darin, gütig zu sein, liegt eine viel größere Befriedigung, als in der so weit verbreiteten Selbst­sucht.

Demütig wandeln mit Gott

Schließlich macht der Prophet deut­lich, dass es gut für den Men­schen ist, mit seinem Gott zu leben. Unser ganzes Leben dür­fen wir in Ge­meinschaft mit Gott führen. Da­bei geben wir uns selbst und Gott den richti­gen Platz, wenn wir wirklich de­mütig wandeln. Und es ist ein Leben in einer bestehenden Be­ziehung zu Gott. Er ist für uns kein fremder Gott. Er ist unser Gott, je­der darf für sich persönlich mit sei­nem Gott wandeln.
Um mit Gott zu wandeln, ist es er­forderlich, die Ziele Gottes zu seinen eigenen zu machen und auch den Weg Gottes zu wählen. Das ist ein glückliches Leben unter dem Schutz und der Zustimmung Gottes. Sowohl von Henoch als auch von Noah lesen wir, dass sie mit Gott wandelten (s. 1. Mo 5,22.24; 6,9). Nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen!
Der Herr schenke uns, dass es uns mehr gelingen kann, unseren Kin­dern eine gute Hilfe dabei zu sein, de­mütig mit ihrem Gott zu wandeln, in einer glückli­chen Gemeinschaft mit Ihm. Das ist das beste Ziel für eine gute Erzie­hung!

Christian Rosenthal

„Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist; und was fordert der Herr von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Gott?“
(Micha 6,8)

Trotz Alter – ein Gefäß zur Ehre Gottes
Tiefe Schatten …

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Ein betagter Christ war viele Jahre seines Lebens neben Beruf und Familie den Gläubigen Stütze und Halt gewesen. Als ein Hirte unter der Herde Gottes hatte er im Segen gewirkt. Wie oft hatte er die Geliebten des Herrn aufgesucht mit einer „Botschaft des Evangeliums des Friedens“ − mit einem Wort der Ermutigung und des Trostes. Der Herr hatte ihn benutzt, das Wort Gottes recht zu teilen – „öffentlich und in den Häusern“ (Apg 20,20).
Im Lauf der Jahre hatte nun die Schaffenskraft nachgelassen. So manche liebgewordene Aufgabe musste abgegeben werden. Das eine oder andere galt es loszulassen. Die Kräfte reichten einfach nicht mehr. Oft war das für ihn mit einer gewissen Wehmut verbunden.

Oder eine nun gebrechlich gewor­dene Schwester im Herrn: Ihre Hände ruhen im Schoß … Wie ausgefüllt war ihr Leben gewesen, wie viel Gutes tat sie zum Wohl ihrer Umgebung. Sie hatte ein Zeugnis in guten Wer­ken, ihr Heim war für andere geöff­net. Bedrängten hatte sie Hilfe ge­leistet – vielleicht auch Kinder in der Furcht des Herrn auferzogen … Und jetzt ist sie selbst auf die Hilfe ande­rer angewiesen.

Im Alter „Ja“ zu sagen zu Gottes Führungen, sich zu demütigen unter die mächtige Hand Gottes – das sind Lektionen, die gelernt sein wol­len … Aber nur so finden wir Ruhe für un­sere Seele (s. Mt 11, 26.29; 1. Pet 5,6).
Wir blenden in das Leben Davids, des alt gewordenen Königs von Israel:
David steht am Ende seiner 40-jähri­gen Regierungszeit über Gottes Volk. Höhen und Tiefen haben sein Leben in reichem Maß gekennzeichnet. Der Zeitpunkt ist gekommen, wo andere feststellen und er es selbst schmerz­lich zur Kenntnis nehmen muss:
Meine körperlichen Kräfte lassen nach, denn„David war ermattet …“(2. Sam 21,15b).
Die Philister lagen wieder im Streit mit Israel und König David hatte noch einmal an der Spitze seines Heeres stehend, mit den Feinden des Vol­kes Gottes im Kampf gestanden.
Wir lesen in 2. Samuel 21,16.17:

Und Jischbi-Benob, der von den Söh­nen Raphas (d. h. der Riesen) war, … wollte David erschlagen. Aber Abisai, der Sohn der Zeruja,kam ihm zu Hil­feund schlug den Philister und töte­te ihn. Damals schworen die Männer Davids ihm und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns auszie­hen in den Kampf …“.

So lautet der Ratschlag treuer Män­ner. Das würde für David das Ende als Kämpfer Israels bedeuten.
Und seine Reaktion? Lehnt er sich gegen den gut gemeinten Ratschlag seiner Getreuen auf? War er zutiefst deprimiert und fiel in ein Loch? Nein – wir hören nichts dergleichen.
David ist weise – er lässt sich etwas sagen. Er lernt die Lektion: Es geht auch ohne mich!
In 2. Samuel 21,15-22 ist von insge­samt vier Siegen über die Philister, die Feinde Israels, die Rede. Gott schenkt Israel den Sieg – in drei Fäl­len auch ohne den König.
Gott hat von allem Kenntnis genom­men – und wie schön: Er ehrt den alten König David, den Mann nach seinem Herzen. Denn bemerkens­werterweise wird am Ende der Be­richterstattung immer noch Davids Name zuerst genannt: … und sie fie­len durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte“ (V. 22).
Gott ist es wohlgefällig, wenn auch wir die Person des Greisen ehren (s. 3. Mo 19,32), auch wenn sie in den Hintergrund getreten sind.

… und dennoch Licht

Im Alter körperlich ermattet zu sein, bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch die geistliche Kraft abnimmt. Im Gegenteil: „Wenn auch unser äu­ßerer Mensch verfällt, so wird doch unser innerer Tag für Tag erneuert“, stellt der Apostel Paulus fest (2. Kor 4,16).
Da ist eine Schwester durch ihre körperliche Schwäche an das Bett gefesselt. Es ist einsam um sie ge­worden. Aber − sie benutzt die stillen Stunden zu treuem, anhaltendem Ge­bet. Jeden, der zu ihr kommt, über­rascht sie durch ihr heiteres Wesen und den tiefen Frieden, den sie aus­strahlt. Einem Besucher gegenüber bemerkt sie: „Heute habe ich mei­nen Rundgang gemacht.“ Der ist überrascht und fragt verwundert, wie er das verste­hen soll
Meinen Gebetsrundgang“, erwidert sie lächelnd, „mache ich oft … Als erstes schenkt mir der Herr die Gnade, für meine Kinder zu beten. Dann fand ich die Aufforderung in Gottes Wort, Fürbitte zu tun für alle Heiligen. So bete ich für die Diener des Herrn in der Nähe und Ferne. Ich bitte Gott, sie zu behüten, zu stärken und zu segnen und ihnen die Gnade zu schenken, das Evangelium und die Lehre des Wortes mit Frei­mütigkeit zu verkündigen. Dann ge­denke ich der vielen Kranken und der Trauernden. Nicht zu­letzt bitte ich für Väter und Mütter in den Familien um Kraft und Weis­heit für die Versorgung und Erzie­hung ihrer Kinder.“
Diese Schwester ist inzwischen heim­gegangen in die Ruhe ihres Herrn, ins Paradies, aber ihre Gebe­te waren wirksam: Die Versammlungen der Gläubigen, mit denen sie ver­bunden war, wurden besonders ge­segnet. So war ihre „Arbeit“ in der Stille nicht umsonst.
Vielleicht fragst du dich, was du wohl noch für den Herrn tun kannst – wie du dich noch nützlich machen kannst? Mach doch jeden Tag dei­nen „Rundgang“, wie der Herr es dir aufs Herz legt. Dann werden Stun­den der Einsamkeit von seinem Se­gen begleitet sein – der Friede Got­tes wird dein Herz bewahren.
Auch bei dem alternden David be­wirkt die Gnade Gottes ein inneres Aufleben.
Steht er auch nicht mehr als Heer­führer an der Spitze seiner Männer, so hat doch dieser „hochgestellte Mann“, „der Liebliche in den Gesän­gen Israels“, Gemeinschaft mit sei­nem Herrn, hat Anlass zur Dankbar­keit und Zufriedenheit.
Der Geist des Herrn leitet David – Sein Wort ist auf seiner Zunge.
Denn nun –wo es um David still geworden ist – „an dem Tag, als der Herr ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde …“ (2. Sam 22,1), wendet er sich an sei­nen Gott mit Worten eines Liedes:

Der Herr lebt, und gepriesen sei mein Fels! Und erhoben werde der Gott, der Fels meines Heils!“
(2. Sam 22,47)

In Davids Seele wird es hell – für trübe Gedanken ist kein Raum mehr.
Denn „Danken schützt vor Wanken – Loben zieht nach oben!“
Seine weiteren Worte beinhalten Dank für wertvolle Erfahrungen mit dem Herrn. Sie haben zu unserer Glaubensstärkung Eingang in das Wort Gottes gefunden (s. 2. Sam 22):

  • Denn du bist meine Leuchte, Herr; und der Herr erhellt meine Finster­nis.
  • Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, mit meinem Gott werde ich eine Mauer übersprin­gen.
  • Gott – sein Weg ist vollkommen … ein Schild ist er allen, die zu ihm Zuflucht nehmen.
  • Gott ist meine starke Festung, und er lenkt vollkommen meinen Weg.

Auch wenn sich momentan Schwie­rigkeiten vor dir auftürmen – tiefe Schatten auf deinen Weg fallen – brauchst du nicht zu verzagen! Denn mit IHM, deinem Gott, kannst auch du Probleme, die sich möglichweise wie eine hohe Mauer vor dir auftür­men, überwinden.
Selbst wenn du keinen Ausweg siehst – Er ist niemals ohne einen Ausweg (s. 2. Kor 4,8).
Er lenkt vollkommen – auch deinen Weg!
Trotz tiefer Schatten – dennoch Licht! Denn über allem steht der treue Herr, dessen vollkommene Liebe und Gnade sich niemals verändern und der selbst im Meer einen Weg hat und Pfade in großen Wassern – auch für dich (s. 1. Joh 4,18; Ps 77,20).

Friedhelm Müller

Der Herr erscheint Abraham - und führt hinaus

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Viermal berichtet die Bibel, dass Gott Abraham erscheint. Diese Begegnungen Gottes mit Abraham veränderten sein Leben und bedeuteten großen Segen für ihn. Einmal lesen wir davon in Apostelgeschichte 7 und dreimal im Alten Testament.
Die ersten beiden Gelegenheiten stehen in Verbindung damit, dass Abraham herausgeführt wird. Zum ersten Mal erscheint ihm „der Gott der Herrlichkeit“, um ihn aus Ur in Chaldäa herauszuführen (s. Apg 7,2). Die zweite Erscheinung des Herrn erlebt Abraham, nachdem er Haran verlassen und das Land Kanaan erreicht hat (s. 1. Mo 12,7). Um den ganzen Segen zu erleben, den Gott geben möchte, musste Abraham herausgeführt werden, musste es Trennungen in seinem Leben geben.

Ausgehend von diesen beiden Ereig­nissen wollen wir uns in diesem Ar­tikel neun Trennungen im Leben Abra­hams ansehen und über die geistli­che Bedeutung für unser Leben nachdenken, damit wir im persönli­chen Leben und in unseren Familien ungehindert die Gemeinschaft mit Gott und den damit verbundenen Segen erleben.

Hinaus aus Ur in Chaldäa

In Ur in Chaldäa war zur damaligen Zeit ein durchaus angenehmes Leben möglich. Was motivierte Abraham, ein solches Leben in der Stadt gegen die Wanderschaft mit ungewissem Ziel und dem Leben im Zelt einzu­tauschen?
Es war die Herrlichkeit Gottes, von der er etwas erkannt hatte, als „der Gott der Herrlichkeit“ ihm erschien. Das veranlasste ihn, seine götzendie­nerische Umgebung zu verlassen.
So sind wir durch das Werk des Herrn Jesus herausgenommen aus der ge­genwärtigen bösen Welt (s. Gal 1,5). Und wenn wir einen grö­ßeren Ein­druck von dem „Gott der Herrlich­keit“ haben, zu dem wir ge­kommen sind, dann werden wir auch mehr die Trennung von der Welt verwirkli­chen. Dann können wir auch unse­ren Kindern besser ver­mitteln, dass es in der Welt keine echte Freude gibt und dass das Le­ben des Chris­ten ein Leben in Ab­sonderung von der Welt ist.

Haran überwinden

In Haran gab es im Leben Abrahams einen Haltepunkt (s. 1. Mo 11,31). Er war noch nicht in dem Land, in das Gott ihn bringen wollte. Er musste zuerst Haran hinter sich lassen, um nach Kanaan zu kommen. Erst als sein Vater starb, ging es weiter auf dem Weg, den Gott ihn führen wollte.
So kann es auch bei uns „Ha­rans“ geben – Stillstand im geist­lichen Wachstum. Die Ursache kön­nen fa­miliäre Bindungen sein, wie im Leben Abrahams. Die Ursache kann auch geistliche Trägheit sein wie bei den Hebräern (s. Heb 5,11-14) oder Neid und Streit wie bei den Korin­thern (s. 1. Kor 3,1-3).
Aber wenn wir „Haran“ überwinden, dann werden wir eine Begegnung mit Gott, dem Herrn, haben. Und dafür lohnt es sich auf jeden Fall, kompromisslos alles hinter sich zu lassen, was in der Nachfolge des Herrn Jesus hindert (s. Lk 14,25-27).

Ägypten verlassen

Der Weg Abrahams nach Ägypten (ein Bild der Welt) war ein falscher Weg (s. 1. Mo 12,9ff.). Der mensch­liche Verstand konnte gute Argu­mente vorbringen, um diesen Weg zu rechtfertigen. Doch Abraham hat­te Gott nicht gefragt und Ägyp­ten war nicht der Ort, an den er gerufen worden war.
In seiner Gnade bewahrt Gott Abra­ham auch in Ägypten, obwohl er sich dort völlig falsch verhält. Aber er kommt wieder zurecht und ver­lässt Ägypten. Er kehrt an den Ort zurück, von dem er ausgegangen war (s. 1. Mo 13,3.4).
Wenn wir auf einem falschen Weg gegangen sind, dann müssen auch wir wieder an den Punkt zu­rückkehren, an dem das Abwei­chen begon­nen hat. Nur das ist eine echte und vollständige Wiederher­stellung. Dann kann es wieder glückli­che Ge­meinschaft mit Gott am Altar geben.
Abraham hat manches aus Ägyp­ten mitgebracht, das später zu Proble­men führte. Die Herden führten zum Streit mit Lot und die Magd Hagar wurde zur Möglichkeit, ein Problem auf fleischliche Art und Weise zu lösen.
Die Folgen eines falschen Weges bleiben manchmal bestehen. Aber der Weg zurück steht immer offen!

Die Trennung von Lot

Aus dem Neuen Testament wissen wir, dass Lot ein Gläubiger war (s. 2. Pet 2,7). Doch es kann tatsächlich sein, dass ein Gläubiger sich von ei­nem Gläubigen trennen muss. Das ist immer sehr schmerzlich und es ist unbedingt darauf zu achten, dass es nicht leichtfertig geschieht.
Aber als es ständigen Streit zwi­schen den Hirten gibt, weiß der geistlich gesinnte Abraham, dass eine Trennung erforderlich ist (s. 1. Mo 14,8.9). Da­bei hat er Lot nicht ver­gessen und als dieser in große Not kommt, eilt er ihm zu Hilfe (s. 1. Mo 14,14).
Gott bekennt sich zu dieser Tren­nung und erneuert Abraham gegenüber seine Verheißungen. Abraham macht sich auf, um das Land zu durchzie­hen und baut einen weiteren Altar.
Der Streit zwischen den Hirten hätte das ganze Zeugnis nach außen ver­dorben und die Anbe­tung (davon spricht der Altar) un­möglich gemacht. Doch Abraham geht den Weg des Glaubens weiter, auch wenn er sich dabei von Lot trennen muss.

Die eigenen Gedanken aufgeben

Als Gott in 1. Mose 15 seine Verhei­ßungen an Abraham erneuert, da wird deutlich, dass Abraham sich Ge­danken gemacht hat, wie alles wer­den kann. Er erklärt, dass sein Knecht Elieser von Damaskus der Erbe seines Hauses sein würde. Doch Gott hatte einen ganz anderen Plan. Er würde Abraham und Sara einen Sohn schenken!
Wie reagiert Abraham auf diese Wor­te Gottes? Er nimmt sie im Glauben an und gibt seine eigenen Gedanken und Überlegungen auf! Diesen Glau­ben rechnet Gott ihm zur Gerechtig­keit.
Auch uns teilt Gott seine Gedanken in seinem Wort, der Bibel, mit. Sind wir bereit, im Glaubens­gehorsam an­zunehmen, was Er uns sagt, auch wenn wir selbst andere Gedanken haben? Dann können wir der Zu­stimmung Gottes gewiss sein!

,,Auch wir müssen zur richtigen Zeit den Blick nach vorne richten und im Vertrauen auf Gott ein 'Ja' zur Situation finden, um mit seiner Hilfe weiterzugehen.“


Ismael wird weggeschickt

Es waren fleischliche Ideen und Ta­ten, die zur Geburt Ismaels ge­führt hatten. Ja, der Glau­be von Abraham und Sara war sehr und lange er­probt worden. Doch der Ausweg mit Hagar war nicht nach Gottes Gedanken. Als der Sohn der Verheißungen ge­boren wurde, da konnte es nicht an­ders sein, als dass Schwierigkeiten aufkamen (s. 1. Mo 21,9). Was war nun zu tun? Ismael musste wegge­schickt werden!
In der Anwendung für uns lernen wir, dass wir auf alles, was aus unse­rem Fleisch kommt, das Todesurteil schreiben müssen (s. Kol 3,5). Nun ist dabei Vorsicht geboten, denn nicht immer können wir das, was in eigenen und fleischlichen Gedan­ken begon­nen hat, „wegschi­cken“. Wenn z. B. eine Ehe ohne das Fra­gen nach Got­tes Ge­danken in fleisch­licher Aktivi­tät be­gonnen hat, dann gilt den­noch auch für diese Ehe: „Was nun Gott zusam­mengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“ (Mt 19,6). Wir kön­nen dann den Ehepartner nicht weg­schicken!
Doch grundsätzlich müssen wir be­reit sein, jede Regung unserer alten Natur zu verurteilen und wirklich im Geist zu wandeln. Abraham musste sich von Ismael trennen, als er schon sehr alt war.
So ist diese Lektion wichtig für uns, solange wir auf der Erde leben. Erst im Himmel werden wir frei sein von dem Fleisch!

Die Opferung Isaaks

Es war wohl die schwerste Trennung im Leben Abrahams, zu der er sich entscheiden musste. Seinen Sohn Isaak, den er so liebte, den Gott ihm gegeben hatte, sollte er opfern. Was für eine Glaubensprüfung! Sie traf Abraham, als er auf der Höhe des Glaubens war, nachdem er den Na­men des ewigen Gottes angeru­fen hatte (s. 1. Mo 21,33).
Mit großem Respekt beobachten wir Abraham, der sich frühmorgens auf­macht und in voller Glaubens­kraft genau das tut, was Gott ihm aufge­tragen hat. Tatsächlich – Abra­ham hat Gott nichts vorenthal­ten, nicht einmal seinen Sohn Isaak.
Auch in unser Leben können Glau­bensprüfungen kommen, deren Sinn wir nicht verstehen. Dann möchte Gott bei uns das finden, was er bei Abraham ge­funden hat: Dass wir Ihm vertrauen und gehorsam das tun, was Er uns auf­trägt.
Vielleicht müssen wir et­was von un­serer Gesund­heit abgeben, vielleicht etwas anderes. Wir wollen akzeptie­ren, was Gott schickt und Ihm wei­ter vertrauen, dass Er sein gutes Ziel erreicht.

Der Tod Sarahs

Noch einmal gibt es eine Trennung im Leben Abrahams. Er muss sich von seiner Frau Sara verabschieden. Das war nicht einfach für Abraham, der so lange mit seiner Frau verhei­ratet war, der so viel mit ihr erlebt und sie von Herzen geliebt hatte.
Abraham weint und trauert. Und das ist gut so! Der Schmerz beim Ab­schied von einer geliebten Person – sei es durch den Tod oder aus ande­ren Gründen – ist real und wir sollen ihn zulassen. Die Lücke ist schmerz­haft und die Trauer darüber richtig und gut.
Aber Abraham hebt sich auch weg von seiner To­ten (s. 1. Mo 23,3). Auch das ist zur rich­tigen Zeit not­wendig: Den Blick nach vorne zu richten und im Vertrauen auf Gott ein „Ja“ zur Si­tuation finden, um mit seiner Hilfe weiterzugehen. So kann Abraham auch in dieser schwierigen Situation ein kraftvolles Zeugnis in seiner Um­gebung sein.

Die Söhne der Ketura

Schließlich lesen wir in 1. Mose 25,6 davon, wie Abraham seinen Söhnen, die er mit Ketura bekommen hatte, Geschenke gibt und sie entlässt. Nur Isaak allein soll den Platz als recht­mäßiger Erbe haben.
Prophetisch ist das ein Bild von dem Segen für die Nationen in der Zeit des Tausendjährigen Reiches, wenn Gott selbst in seinem Sohn Jesus Christus (dem wahren Isaak) die Herrschaft auf dieser Erde antreten wird.
In der geistlichen Anwendung auf uns erkennen wir in dieser letz­ten Trennung im Leben Abra­hams, wie wichtig es ist, dem Herrn Jesus den einzigen Platz in unserem Leben zu geben. Nichts kann uns so glücklich machen wie Er. Deshalb sollten wir auch alles wegtun, was Ihm diesen Platz strei­tig machen könnte.
Trennungen erfordern geistliche Ener­gie. Trennungen mögen schmerzhaft sein. Aber sie sind manchmal not­wendig, um den Genuss der Ge­meinschaft mit dem Herrn Jesus nicht zu verlieren.
Bei jeder gottgemäßen Trennung geht es darum, dass wir dem Herrn Jesus den richtigen Platz in unserem Leben geben. Dann werden wir per­sönlich und in unseren Familien einen Weg unter dem Segen Gottes gehen.

Christian Rosenthal

Buchempfehlung: Jesus Christus sehen in seiner Allmacht und Gnade

Passend zu dem Artikel „Den Herrn Jesus ins Haus aufnehmen“ aus dem aktuellen Heft empfehlen wir an dieser Stelle gerne ein Buch, in dem gut verständlich und zu Herzen gehend vorgestellt wird, wie der Herr Jesus in seinem Leben auf der Erde Menschen begegnet ist.
Auch wenn Er nicht mehr körperlich auf der Erde lebt, möchte er dir und mir auch heute noch begegnen und uns glücklich machen in der Gemeinschaft mit sich selbst.
Das Buch „Jesus Christus sehen in seiner Allmacht und Gnade“ von Max Billeter spornt dazu an, solche Begegnungen mit Ihm zu suchen und kann beim Herausgeber dieser Zeitschrift bezogen werden.

Christian Rosenthal

Als der Herr Jesus auf der Erde lebte, hatten viele Menschen eine persönliche Begegnung mit Ihm. Von Herzen nahm Er Anteil an ihren Problemen und half ihnen in seiner Allmacht und Gnade.
Beim Lesen der biblischen Berichte sehen wir, wie vollkommen der Heiland mit den Menschen umgegangen ist. Sein Verhalten und seine Worte berühren unser Herz und beeinflussen unser Leben.
Erstaunt stellen wir fest: Der Sohn Gottes kennt auch mich und will mir helfen. In jeder Situation und in jedem Zustand kann und darf ich zu Ihm gehen.
Angefangen von den Hirten in Bethlehem bis zu Johannes in der Offenbarung, werden über 60 Begegnungen von Menschen mit dem Herrn Jesus betrachtet. Jede Begegnung wird mit der betreffenden Bibelstelle eingeleitet und dann auf zwei bis vier Seiten kommentiert.

  • Erhältlich beim Herausgeber dieser Zeitschrift (Link)
  • Autor: Max Billeter
  • Eigenschaften: 204 Seiten, geb.
  • Art.-Nr.: 04761
  • Preis: € 11,90

Den Herrn Jesus ins Haus aufnehmen (Teil 1)

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Als der Herr Jesus hier auf der Erde lebte, kehrte Er immer wieder bei verschiedenen Menschen ein. Manchmal wurde Er dabei selbst aktiv, oder Er wurde eingeladen. Immer, wenn Er in ein Haus kam, hatte Er eine Botschaft, sei es durch ein Wort oder eine Handlung. Und wenn sich Ihm Herzen öffneten, hat Er reich gesegnet, oft weit über den Glauben der Empfänger hinaus.
Nun ist der Herr Jesus zwar nicht mehr als Mensch auf der Erde, und doch möchte Er im übertragenen Sinn in unsere Häuser, in unser persönliches Leben und in unser Familienleben kommen. Das ist zwar an Voraussetzungen auf unserer Seite geknüpft, aber wenn Er kommen und bei uns bleiben kann, dann wird das auch heute noch gesegnete Ergebnisse haben.

Das Haus von Zachäus, in das sich der Herr selbst einlädt

Der Herr Jesus zieht auf dem Weg nach Jerusalem durch Jericho. Er, der gekommen war, „zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lk 19,10), wollte eine persönliche Begegnung mit Zachäus haben.
Er kannte den Wunsch dieses Ober­zöllners, Ihn zu sehen. Er sah den Glauben in seinem Herzen, der ihn zu einem Sohn Abrahams machte (s. Lk 19,9).
Mit Energie sucht Zachäus eine pas­sende Gelegenheit und klettert auf einen Maulbeerfeigenbaum. Dort hört er die Stimme des Herrn: „Zachäus, steige eilends herab, denn heute muss ich in deinem Haus bleiben. Und er stieg eilends herab und nahm ihn auf mit Freuden“ (Lk 19,5.6).

Gehorsam bewirkt Freude

Zachäus hatte den aufrichtigen Wunsch, den Herrn Jesus kennenzu­lernen. Er wollte sehen „wer er wäre“ (Lk 19,3). Wie wird es ihn überwäl­tigt haben, dass der Herr ihn per­sönlich kannte, dass Er ihn zu sich rief, dass Er ausgerechnet in sein Haus kommen und dort bleiben wollte. Er nimmt den Herrn mit Freuden auf, nicht nur in sein Haus, sondern vor allem in sein Leben. Er darf aus dem Mund des Herrn hö­ren: „Heute ist diesem Haus Heil wi­derfahren“ (V. 9).
Wenn das Verlangen da ist, den Herrn Jesus kennenzulernen, dann offenbart Er sich auch als der, der Er ist – der Heiland der Welt.
Der Herr wendet sich bis heute je­dem Verlorenen in seiner Gnade zu, um ihn zu erretten. Er kennt unsere Bedürfnisse, Er sieht unser Suchen und letztlich weckt Er den Wunsch in unseren Herzen, uns Ihm zu öff­nen. Er sieht, dass wir unsere Schuld einsehen, wie Zachäus das auch tat (s. Lk 19,8b). Und er sieht den Glau­ben, der nicht aus uns kommt, son­dern eine Gabe Gottes ist (s. Eph 2,8). Er kennt uns ganz und liebt uns trotzdem. Wenn wir den Herrn Jesus in unser Leben aufgenommen haben, bewirkt das eine tiefe, innere, blei­bende Freude.
Nun wohnt der Herr Jesus in unse­ren Herzen (s. Eph 3,17) und Er möchte dort bleiben, das heißt Gemein­schaft mit uns haben. Wir kön­nen natürlich nie wieder verloren ge­hen (s. Joh 10,28). Das macht uns glück­lich und gibt uns ewige Sicher­heit.
Bei unserer Bekehrung haben wir also den Herrn Jesus in unser Leben aufgenommen. Wie bei Zachäus war Freude über unser Heil da und eine tiefe Liebe zu unserem Heiland, die sich auch darin zeigt, dass wir han­deln wollen, wie Er selbst handelt (s. Lk 19,8a). Und wie geht es uns heute, nachdem wir eine – viel­leicht schon längere– Zeit auf dem Glaubens­weg sind? Befinden wir uns in einem Zustand, dass Er bei uns und in unseren Häusern bleiben kann?

Das Haus der Emmausjünger, wo Er bei ihnen bleiben soll

Was ist, wenn der Genuss der Ge­meinschaft verloren gegangen ist? Vielleicht sind wir bedrückt durch die Umstände des Lebens. Sorgen wollen uns auffressen, der Blick auf den Herrn ist ein Stück weit verloren ge­gangen, wir haben Traurigkeit im Her­zen. So erging es auch den soge­nannten zwei Emmausjüngern (s. Lk 24,13ff.). Sie kannten den Herrn Je­sus schon und hatten an Ihn als den Messias geglaubt, aber ihre Gedan­ken drehten sich nur um sie selbst.

Was war geschehen?

Nun gehen sie tief deprimiert von Jerusalem nach Emmaus. Mit der Kreuzigung des Herrn Jesus war ihre Hoffnung auf Erlösung vom Joch der Römer zerstört (s. Lk 24,21). Der Herr hatte zwar schon vor­her von seiner Aufer­stehung gespro­chen, aber sie hatten das nicht erfasst.
Auch die Worte der Engel bezüglich der Auferstehung des Herrn, die ih­nen von einigen Frauen mitgeteilt wor­den waren, erschienen ihnen wie leeres Gerede (s. Lk 24,11). Aber der Herr lässt diese Beiden nicht in die­sem Zustand. Voll Barmher­zigkeit begegnet Er ihnen und geht mit ihnen. Zunächst erken­nen sie Ihn aber nicht.

Er prüft den Zustand der Herzen

Durch die Fragen, die ihnen der „noch Fremde“ stellt, öffnen sie Ihm ihre Herzen. Er hört mit Geduld und Liebe zu. Dann muss Er allerdings auch ihre unverständigen und trä­gen Herzen tadeln. Der Herr übt nie­mals Gnade auf Kosten der Wahrheit und genauso niemals Wahrheit auf Kosten der Gnade. Er handelt voll­kommen. „Die Gnade und die Wahr­heit ist durch Jesus Christus gewor­den“ (Joh 1,17).
Nachdem er zuerst einfach zugehört hatte, erklärt Er ihnen dann „in allen Schriften das, was ihn selbst betraf“ (Lk 24,27). Das bewirkt etwas in ih­ren Herzen. Als sie sich später un­terhalten, sagen sie: „Brannte nicht unser Herz in uns?“ (Lk 24,32). Sie drücken es zwar erst später aus, aber die Herzen brannten schon, als sie in Emmaus ankamen. Der Herr hatte die glimmenden Doch­te (s. Jes 42, 3) durch die Vorstellung sei­ner Per­son in brennende Her­zen ver­wandelt.
So stellt der Herr sich auch heute noch durch sein Wort vor unse­re Herzen. Sein Wort ist leben­dig und wirksam (s. Heb 4,12) und der Geist Gottes tut ein Werk in unseren Herzen, um sie für Christus zu er­wärmen. Das weckt in uns den Wunsch nach bleibender Gemein­schaft mit Ihm.

Gleich gelagerte Wünsche treffen sich

Als die beiden Jünger sich Emmaus nähern, stellt der Herr sich, als wolle Er weitergehen (s. Lk 24,28). Wohl­gemerkt: „Er stellte sich, als ob“. Ei­nerseits offenbarte Er dadurch den veränderten Herzenszustand der Jün­ger, die Ihn sofort bitten, bei ihnen zu bleiben.
Auf der anderen Seite war es sein eigener tiefer Wunsch, bei solchen zu bleiben, für die Er am Kreuz sein Leben gegeben hatte. Es war von je­her der Wunsch Gottes, Gemein­schaft mit Menschen zu haben. Durch das vollbrachte Werk am Kreuz auf Golgatha war dies nun in einer tieferen und umfassenderen Weise als je zuvor möglich.
Wie hat Er sich über die Worte der Jünger gefreut, die Ihn mit Nach­druck bitten: „Bleibe bei uns“. Sie wollten diesen Wanderer nicht zie­hen lassen. Und Er entspricht die­sem Wunsch so gerne. „Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben“ (Lk 24,29).
So möchte der Herr Jesus auch in unseren Herzen den Wunsch nach Gemeinschaft mit Ihm immer wieder neu wecken. Er möchte in unsere Häu­ser kommen. Nicht nur „mal eben“ für eine kurze Zeit, nicht nur am Sonntag! Nein, Er möchte blei­ben – immer. Und Er hilft uns dabei, die Hindernisse für eine glückliche Ge­meinschaft mit Ihm wegzuräu­men!

Die gesegneten Ergebnisse:

Er übernimmt die Führung

Einmal in das Haus aufgenommen, wird der Herr Jesus vom Gast zum Gastgeber, vom Besucher zum Haus­herrn. „Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch lag, dass er das Brot nahm und segnete; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ih­nen“ (Lk 24,30). Wenn wir den Herrn wirklich in unser Leben und in unsere Familie hineinlassen, dann hat das positive Auswirkungen – es wird sich etwas ändern! Wir können Ihn nicht unverbindlich hineinbitten wie einen Gast und nach ein paar Stunden ge­nauso wieder verabschieden, um dann wieder unser eigenes Leben zu leben. Als unser Herr hat Er An­sprüche an uns. Aber Er ist gleich­zeitig der Austeilende, der Gebende. Welch ein Segen, wenn Er der Herr in unseren Häusern sein darf, wenn sich alles nach Ihm ausrichtet und Er der Mittelpunkt unseres Famili­enlebens ist.

Er offenbart sich

Die Folge für die Jünger ist, dass ihre Augen aufgetan werden und sie Ihn erkennen (s. Lk 24,31).
Zu gelebter Gemeinschaft mit Ihm gehören ein regelmäßiges und in­tensives Gebetsleben, das Lesen und Befolgen seines Wortes und das Fra­gen nach dem Willen des Herrn in den kleinen und großen Entschei­dungen unseres Lebens. Kurz gesagt: Wahre Hingabe an Ihn!
Dann lernen wir Ihn besser kennen. Er stellt sich selbst vor unsere Her­zen und macht seine Person größer und wertvoller für uns. Christus ins Haus aufnehmen heißt nicht, ein Le­ben nach Regeln und Vorschriften führen zu müssen, sondern ein Leben in wahrer christlicher Frei­heit. Es be­deutet, mit Freuden das tun wollen und in der Kraft des Geistes Got­tes das tun dürfen, was sein Wille ist.

Zurück zu geistlicher Kraft

Das führt dann wie bei den Jüngern aus Emmaus zu einem Leben mit geistlicher Energie und Zeugniskraft. Sie kehren, obwohl es schon spät­abends war und die Wegstrecke von 11 km vornehmlich bergauf führt, nach Jerusalem zurück, um den an­deren Jüngern zu erzählen, was ge­schehen war. Beklagen wir manch­mal Trägheit oder fehlenden Beken­nermut? Bei den Emmausjüngern bekommen wir Anschauungsunter­richt, wie der Ausweg aus dieser Si­tuation aussieht.

Welche Antwort haben wir?

Kann der Herr Jesus auch in deinem und meinem Haus den zentralen Platz einnehmen? Es hat einmal jemand gesagt: „Wenn dir wichtig ist, dass der Herr bei dir einkehrt, dann musst du dein Haus so einrich­ten, dass der Herr gerne bleibt.“ Da­bei geht es nicht um das Aus­sehen und die Anordnung unse­rer Woh­nungseinrichtung. Auch nicht um einen schmucken Bibel­vers an der Wohnzimmerwand, so schön das auch ist. Es geht um den Zu­stand unserer Herzen.
Prüfen wir, was in unseren Häu­sern, was in unserem Leben ist. Sind un­sere Häuser Orte, an de­nen der Herr sich gerne aufhält? Oder ist es an der Zeit, etwas aus unseren Häusern wegzutun, etwas am Tagesablauf zu ändern oder unsere Gedankenwelt neu auszurichten? Würden wir ge­nauso leben, wenn der Herr Jesus sichtbar in unseren Häusern wäre?
Lebendiges Christentum beginnt in unserem persönlichen Leben und in unserem Familienleben. Wenn Er in unseren Häusern der Mittelpunkt ist, dann wird das in den örtlichen Ver­sammlungen spürbar sein.

Dirk Mütze

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