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Zeitschrift für die christliche Familie

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ie Schlange aus Kupfer

© Marina, stock.adobe.com
Während der Wüstenreise versorgte Gott sein irdisches Volk mit allem Nötigen. Trotzdem lesen wir immer wieder, dass sie gegen Gott und Mose murrten, weil sie die Geduld verloren und unzufrieden wurden. So war es auch am Ende der Wüstenreise auf dem Weg zum Schilfmeer. Das Volk wurde ungeduldig und hungrig. Deshalb redete es gegen Gott und Mose. Sogar über die von Gott geschenkte Speise murrten sie. Da sandte der Herr feurige Schlangen, welche die Menschen bissen, dadurch einen brennenden Schmerz verursachten (deshalb „feurige“ Schlangen) und als Folge davon mussten sie sterben.

Der sündige Mensch – damals und heute

So beginnt der zunächst traurige Bericht in 4. Mose 21 ab Vers 4. Eine alte Geschichte – und doch so aktuell. Gott versorgt uns auch heute noch, besonders mit geistlicher Speise, indem Er uns durch sein Wort seinen Sohn vorstellt, das wahrhaftige Brot aus dem Himmel – wovon das Manna ein Bild ist (vgl. Joh 6,32.33). Aber werden nicht auch wir oft ungeduldig und unzufrieden, weil wir einen vermeintlichen Mangel empfinden und Gott anklagen, da wir mit seinem Handeln in unserem Leben nicht zu­frieden sind? Von den Gottlosen wird gesagt: „Diese sind Murrende, mit ih­rem Los Unzufriedene“ (Jud 16). Wir werden ermahnt: „Tut alles ohne Murren“ (Phil 2,14), und: „seid dankbar“ (Kol 3,15).[1] Das Besondere an dieser Begeben­heit ist, dass sie am Ende der Wüstenreise steht, aber viele Parallelen zum Anfang der Wüstenreise enthält, als das Volk auch am Schilfmeer war. Dadurch wird deutlich, dass auch vierzig Jahre Wüstener­fahrung, vierzig Jahre Hilfe Gottes in so vielen Schwierigkeiten, das Herz des Menschen nicht besser machen. Darum geht es bei diesem Vorbild auf den Herrn Jesus und seinen Tod – nicht so sehr um unsere Sünden, sondern um die sündige, verdorbene und unverbesserliche Natur des Menschen. Dieses „Problem“ erkennen wir im Lauf unseres Lebens, wenn wir dem Herrn Jesus nachfolgen wollen und doch immer wieder sündigen. Die kupferne Schlange zeigt uns im Vorbild, dass auch dieses Pro­blem durch das Werk des Herrn Jesus am Kreuz gelöst ist!

Fußnoten:

  1. Dieser Gedanke wird auch im Neuen Testament aufgegriffen: In 1. Korinther 10,9-11 wird dazu auf die Begebenheit mit der kupfernen Schlange Bezug genommen.

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