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Herzensentschlüsse in Antiochien

© Pamela Ranya, stock.adobe.com
Eine junge Versammlung wird durch einen Bruder besucht, der „ein guter Mann war und voll Heiligen Geistes und Glaubens“ (s. Apg 11,24). Seine Ermahnung (oder: Ermunterung) an sie, die noch am Anfang der Zeit der Versammlung lebten, lautet aber nicht: „Schreitet weiter fort!“, sondern sie lautet: „Verharrt!“ Das ist interessant, oder?

Die Situation in Antiochien

Die junge Versammlung in Antiochien bestand aus Geschwistern mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. Ent­stan­den war sie durch vertriebene Gläu­bige, die ursprünglich Juden wa­ren und die aufgrund der Verfolgung nach der Steinigung von Stephanus aus Jerusalem fliehen mussten. Jetzt nutzten sie diese Gelegenheit dazu, den Juden außerhalb von Jerusalem das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen. Neben diesen waren dort Gläubige aus Zypern und Kyrene, die in der Verkündigung weitergingen und auch solchen „das Evangelium von dem Herrn Jesus“ predigten, die keine Juden, sondern Griechen waren. Aufgrund der unterschiedlichen Hin­tergründe der Gläubigen in Antiochien gab es sicherlich reichlich menschlichen „Zündstoff“. Doch diese junge Versammlung wuchs, weil die Hand des Herrn mit ihnen war (s. Apg 11,21). Vor diesem Hintergrund kam Barnabas als Abgesandter der Versammlung in Jerusalem nach Antiochien. Es ist schön zu sehen, wie hier in Antiochien keine unabhängige Gemeinde entstand, sondern dass die Einheit des Leibes – ohne vorherige Belehrung! – praktiziert und es dadurch sichtbar wurde, dass die Geschwister in Jerusalem sich mit denjenigen aus Antiochien uneinge­schränkt verbanden. Der Bericht in Apostelgeschichte 11 ist geprägt durch eine schöne Natürlichkeit und Einmütigkeit.

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