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„Glaubenskarriere”

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„Denn ich werde schon als Trankopfer dargebracht, und die Zeit meines Abscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieben“ (2. Tim 4,6-8). Der Begriff „Karriere“ ist auf das lateinische Wort „carrus“ (Wagen) bzw. „carrāria“ („Straße für Wagen“) zurückzuführen. Wir verstehen darunter in der Regel einen erfolgreichen Werdegang im Berufsleben. Leider steht das manchmal auch in Verbindung mit dem Streben nach persönlichem Ansehen und mit nicht immer guten Mitteln und Vorgehensweisen, um für sich selbst Vorteile und Weiterkommen zu erzielen. Paulus geht es hier natürlich weder um seine Berufskarriere noch um Ansehen oder Ehre für sich selbst. Es geht ihm um die Laufbahn seines Glaubenslebens, die er hier im letzten Kapitel des Briefes an seinen jüngeren Freund und Mitstreiter Timotheus mit kurzen Worten zusammenfasst. Wir wollen versuchen, daraus etwas für unsere eigene „Glaubenskarriere“ zu erfassen. Auslöser für seinen Brief an Timo­theus war sein zweiter Gefängnisaufenthalt in Rom und der damit verbundene Prozess vor dem römischen Kaiser Nero (dem „Tyrannenkaiser“). Er hatte den ersten Gerichtstermin bereits hinter sich und rechnete nun fest damit, als Märtyrer zum Tod verurteilt zu werden. Freimütig schreibt er darüber an Timotheus; nicht, um ihm sein Leid zu klagen, sondern um ihn im Glauben und Dienst zu stärken. Dazu spannt er in unserem Abschnitt einen Bogen über seine „Glaubenskarriere“:
  • seine Sicht auf den bevorste­hen­den Märtyrertod
  • sein Fazit über sein Leben
  • sein Blick auf den Lohn

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