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Der Brandopferaltar

© Josh, stock.adobe.com
Das Zelt der Zusammenkunft ließ Gott während der Wüstenwanderung bauen, um dort in der Mitte seines Volkes Israel zu wohnen. Sein Areal teilte sich in den Vorhof und das eigentliche Zelt. Im Zelt gab es wiederum zwei Bereiche: das Heilige und das Allerheiligste. Im Allerheiligsten stand – hinter dem Scheidevorhang – die Bundeslade. Zwischen den beiden Cherubimfiguren auf ihrem Deckel thronte Gott (s. 1. Sam 4,4). Hier durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr am Sühnungstag eintreten, während im Heiligen die Priester ununterbrochen am Leuchter, dem Schaubrottisch und dem Räucheraltar ihren Dienst ausübten. Den Vorhof hingegen konnte jeder Israelit betreten. Hier stand der Brandopferaltar (um den es in diesem Artikel geht) und das kupferne Waschbecken. Alle Geräte des Zeltes der Zusammenkunft sind wunderbare Bil­der von der Person Christi. Der Brandopferaltar weist uns besonders auf seinen Opfertod am Kreuz hin.

Zweck und Standort

Im Alten Testament wurde ein Altar errichtet, um Gott zu nahen – seinen Namen anzurufen (vgl. 1. Mo 12,8). Das konnte man nur auf der Grundlage eines Opfers, denn die Sünde trennte den Menschen von Gott. Das erlöste und befreite Volk Israel konnte Gott freiwillige (Brand-, Speis- oder Friedensopfer) und verpflich­tende Opfer (Sünd- und Schuldopfer) bringen. Gott nahm damals die­se Opfer an, weil sie von Christus sprachen. „Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar die vollkommen gemacht, die geheiligt werden“ (Heb 10,14). Das geschah am Kreuz von Golgatha. Bildlich gesprochen treten wir heute „an den Altar“, wenn wir Gott geistliche Schlachtopfer brin­gen, die Ihm durch Jesus Christus wohlangenehm sind (s. 1. Pet 2,5). Wir dürfen mit Gott anbetend Gemeinschaft über den Opfertod seines Sohnes haben. Der Brandopferaltar stand unmittelbar hinter dem einzigen Eingang, durch den man in den Vorhof kam. Hierhin kam das Volk, um zu opfern, an ihm gingen die Priester auf dem Weg zum Zelt vorbei, um dort ihren Dienst zu verrichten. Als Gläubige sind wir heute Menschen von Gottes (himmlischem) Volk in der Wüste und gleichzeitig Priester „im Zelt“. Beides ist ohne den Blick auf den Opfertod Christi nicht möglich.

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