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Der große Sühnungstag

© Haris, stock.adobe.com
Der große Sühnungstag ist ein sehr umfangreiches Bild vom Tod des Herrn Jesus. In diesem Themenheft können wir nur auf die wesentlichen Punkte eingehen. Deswegen ist es nützlich, zunächst 3. Mose 16 und anschließend Hebräer 9 und 10 in Ruhe zu lesen. Dort wird die Bedeutung dieses Tages erklärt.

Der Anlass

Gott wohnte inmitten seines aus Ägyp­ten erlösten Volkes Israel. Die Grundlage dazu war das beständige Brand­opfer, das jeden Morgen und Abend geopfert wurde (s. 2. Mo 29,38-46). Allerdings kam es innerhalb kurzer Zeit zu großer Sünde. Zwei der Söh­ne Aarons – Nadab und Abihu – ver­sündigten sich während ihres Priesterdienstes an Gott, so dass sie augenblicklich sterben mussten (s. 3. Mo 10,1.2). Diese Sünde war der Anlass dafür, dass Gott den großen Sühnungstag als eine ewige Satzung einsetzte – und tatsächlich musste dieses Fest des Herrn jedes Jahr wiederholt werden (s. 3. Mo 16,34; 23,26-32). Denn wenn die Sünde der beiden Priester auch besonders schwerwiegend war, so wurde der Wohnort Gottes (das Heiligtum) auch durch die vielen Übertretungen des Volkes verunreinigt (s. 3. Mo 16,16). Zwei Fragen helfen, die Hauptgedan­ken dieses Tages zu verstehen:
    1. Wie kann der heilige Gott inmitten seines sündigen Volkes wohnen und zulassen, dass es Ihm sogar nahen kann?
    1. Wie können solche, die sündigen, da sein, wo Gott wohnt, ohne aus Angst vor dem göttlichen Gericht weit weg zu fliehen?
Die Antwort auf diese beiden Fragen ist der große Sühnungstag. Dabei ist beeindruckend, wie diese Fragen beantwortet wurden: Für jede Frage finden wir in 3. Mose 16 einen Zie­genbock.

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