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Zeitschrift für die christliche Familie

Dies ist ein Test

Wenn die Tage schwer werden – seine Gnade genügt

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Der bekannte Ausspruch: „Jeder will alt werden, aber niemand will alt sein“, zeigt, dass viele Menschen ein negatives Bild vom Alter haben. Sie verknüpfen diese Phase vor allem mit Krankheit, Vergesslichkeit und Schmerzen. Für den Glaubenden sollte das Alter auch eine Zeit reifer Erfahrung, innerer Gelassenheit und gewachsener Lebensweisheit sein.

Der Rat des Predigers

Dass das Alter verbunden ist mit Jah­ren, „von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen“, lesen wir schon im Buch des Predigers. Da­rin gibt Salomo den guten Rat: „Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit, ehe die Tage des Übels kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen“ (Pred 12,1). Der weise König hatte alles unter der Sonne erforscht und erkundet und beschreibt sehr anschaulich, wie die Funktionen des Körpers im Alter natürlicherweise mehr oder weniger nachlassen. Gerade deshalb ist es so wichtig, dem Appell des Predigers zu folgen, unseres Schöpfers zu gedenken (s. V. 1) und uns besonders schon in den Tagen der Jugendzeit mit Ihm zu beschäftigen. Eben in Zeiten, wo der Geist noch frisch und das Herz eher geöffnet ist, die Worte Gottes zu erfassen, um sie als einen kostbaren Besitz dann im Alter in Erinnerung rufen zu können – und zwar „… ehe sich verfinstern die Sonne und das Licht und der Mond und die Sterne, und die Wolken nach dem Regen wiederkehren“ (Pred 12,2). Das will sagen, dass im Alter das Augenlicht abnimmt und selbst bei Sonnenschein nicht mehr alles klar und hell gesehen wird, so, als ob die Wolken wieder da sind. Das kann sich auch auf das Innere auswirken: Auch Christen können (nicht nur bzw. erst) im Alter seelische Dunkelheit erleben, wenn sich die körperlichen Beschwerden verstärken, die Glieder schmerzen und man seine Tage in Einsamkeit verbringt. Dann „verfinstern sich die Sonne und das Licht“ – in der Seele. Manchmal mag dann auch fachärztliche Hilfe notwendig sein.

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Auf seinem Weg über diese Erde bediente sich der Herr Jesus in Gesprächen häufig einer Frage – und verfolgte damit verschiedene Absichten. Wenn der Herr Jesus Fragen stellte, geschah das nie, weil Er etwas nicht wusste. Die Gedanken jedes Menschen sind „bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“ (Heb 4,13). Er hatte es nicht nötig, Fragen zu stellen – umso bemerkenswerter ist es, dass Er es dennoch tat. Diese Tatsache macht es wertvoll, einmal darüber nachzudenken, welche Absichten jeweils hinter seinen Fragen standen – und welche Belehrungen wir daraus ziehen können.
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